Pyrenäen (Pirineus)

Katalanische Pyrenäen – unendliches Gebirge 

Die katalanischen Pyrenäen bilden ein Gebiet von großer landschaftlicher Vielfalt voller Kontraste, interessanter Naturräume, Sonderschutzzonen und Schutzgebieten. Zum Weltkulturerbe erklärte romanische Baudenkmäler und geschichtsträchtige Täler. Eine herausragende Gastronomie und ihre uralten Feste und Feiern machen die katalanischen Pyrenäen zu einem unvergleichlichen touristischen Reiseziel.

Im Osten kämmt der Nordwind Tramuntana die braune Küste der Serra de l’Albera. In der Garrotxa erstreckt sich ein Vulkanfeld. Oberhalb des Sanktuariums Núria erheben sich die Pyrenäen bis zu dreitausend Meter hoch. Die Serra del Moixeró, der Pedraforca und die Serra del Cadí bewahren, Inseln gleich, natürliche Schätze des Hochgebirges. Der höchste Gipfel Kataloniens ist der 3.143 Meter hohe Pica d’Estats. Ganz in der Nähe erstreckt sich der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici mit seiner herrlichen Seenlandschaft. Und im Norden eröffnet sich das Arantal in Richtung der Ebenen der Gascogne. Vom Cap de Creus bis hin zum Panorama des Aneto beschenken uns die katalanischen Pyrenäen mit einer schier unerschöpflichen landschaftlichen Vielfalt.

Die Pyrenäen sind schon im Altertum besiedelt gewesen. Die Spuren vieler Epochen, von den Dolmen und Menhiren in der Serra de l’Albera bis hin zu den neuesten Stauseen, sind unzählig.  Von jener Zeit zeugt noch heute in praktisch jedem Dorf eine romanische Kirche. Und auch die Gegenwart findet in einer lebendigen Kultur voller Legenden, Rezepte, Tänze, Lieder und Volksfeste ihren Ausdruck. Auf den folgenden Seiten können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen, der Sie auf den Geschmack bringt, denn die komplette Liste wäre endlos. Die katalanischen Pyrenäen sind eine Region mit ganz eigener Prägung und bei allen begehrt, die gern einmal ein paar ruhige oder abenteuerliche Tage verbringen möchten. Das Gebirge ist von Wanderwegen durchzogen;  Schnee, den die Skifahrer im Winter suchen, Felswände zum Klettern und Flüsse zum Kajak fahren. Die Pyrenäen locken auf ihrer gesamten Länge mit einer unendlichen Palette touristischer Reize.

Wussten Sie das schon?

Das Klima ist von Tal zu Tal unterschiedlich und reicht vom rein Mediterranen – dort, wo das Gebirge ins Meer hinabgleitet – bis hin zu den atlantischen Winden, die die Wolken ins Arantal tragen. Hinzu kommt der Schnee, halbjährig die Gipfel bedeckt. Die Sonneneinstrahlung, die Temperatur und der Einfluss des Menschen bestimmen die äußerst vielfältige Vegetation und mit ihr die Tierwelt.

Was gibt es zu sehen?

Nationalpark Aigues Tortes & Sant Maurici See

Der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurici ist ein wertvoller Naturraum, in dem sich  Felsen, Wasser und Vegetation auf eindrucksvolle Weise kombinieren. Zugleich reagiert die Natur sehr sensibel auf äußere Einflüsse. Als Besucher sollte man den Park so verlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Wer eine Nacht im Park verbringen möchte, muss einen Platz in einer der Schutzhütten reservieren. In diesem Zusammenhang sei auf die beliebte Route „Carros de Foc“ (Feuerwagen) hingewiesen, die die neun betreuten Schutzhütten miteinander verbindet. Man darf auch nie vergessen, dass es sich bei dem Nationalpark um ein Hochgebirgsgebiet handelt, in dem in wenigen Stunden ein Gewitter entstehen kann, die Temperaturen mitunter rasant sinken und es das ganze Jahr über zu jeder Zeit schneien kann. Man sollte also immer gut vorbereitet und entsprechend ausgerüstet sein.

Vall de Núria

Das Núria-Tal erreicht man mit der Zahnradbahn, der Cremallera de Núria. Zusteigen kann man in Ribes de Freser oder in Queralbs, wo man die romanische Kirche besuchen sollte. Eine Fahrt über die Eichenwälder, Schwarzkiefernhänge, Sturzbäche und schroffen Felswände sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Mit der Bahn erreicht man einen Stausee und das Santuari de la Mare de Déu de Núria (Sanktuarium der Muttergottes), in dessen Kapelle sich eine aus Holz geschnitzte Madonna aus dem 12. Jahrhundert befindet. Der Komplex umfasst auch ein Hotel und mehrere Restaurants mit Geschäften. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Jugendherberge.

Das Núria-Tal liegt in zweitausend Metern Höhe, die Berge, von denen es umgeben ist, erreichen beinahe die Dreitausendermarke. Neben einer kleinen Skistation und einem im Sommer geöffneten Reiterhof hat das Tal eine ganze Reihe an Ausflugsrouten zu bieten, z. B. Aufstiege und Trekkingtouren auf den Puigmal, den Pic de Noufonts, den Pic de la Fossa del Gegant, zum Pic de l’Infern, nach Ulldeter und auf den Gorges de Carançà.

Vall de Boí

Eine Route durch das Boí-Tal. Eine der ersten romanischen Kirchen des Tals ist die von Cóll, die etwas außerhalb des Ortes steht. Die kleine Kirche besitzt ein romanisches Portal aus dem 12. Jahrhundert. Etwas oberhalb von Cóll liegt Cardet, dort kann die einschiffige romanische Kirche Santa Maria besichtigt werden. Sie besitzt eine Apsis von bemerkenswerter Höhe und in ihr befindet sich die Figur der Muttergottes von Cabanasses. Die Kirche Sant Feliu von Barruera steht ebenfalls etwas außerhalb des Dorfes. Sie ist einschiffig und hat einen sehr robusten Glockenturm mit quadratischem Grundriss. Nach Durro gelangt man auf einer Nebenstraße. Bei der romanischen Kirche Nativitat de la Mare de Déu aus dem 12. Jahrhundert handelt es sich um einen einschiffigen Bau mit Tonnengewölbe und seitlichen Arkaden. Der Glockenturm mit quadratischem Grundriss ist mit lombardischen Bogenfriesen verziert, während das Kirchportal Archivolten aufweist, die auf einem doppelten Säulenpaar ruhen. Im MNAC ist eine aus Durro stammende romanische Madonna aus dem 12. Jahrhundert zu sehen, die aus einer Kreuzabnahme stammt.

Naturpark Cadí Moixeró

Der Naturpark von Cadí-Moixeró entstand 1983. Er ist insgesamt vier Hektar groß und umfasst die Serra de Cadí, die Serra del Moixeró, das zur Naturlandschaft von nationalem Interesse erklärte Pedraforca-Massiv, das Gresolet-Tal, einen Teil des Tossa d’Alp und den Puigllançada. Zu den charakteristischsten und bekanntesten Ansichten des Parks gehören die Nordseite des Cadí mit ihren riesigen, nahezu senkrechten Felswänden und tiefen, bewaldeten Tälern sowie die Silhouette des Pedraforca, einem der emblematischsten Berge des katalanischen Bergsports. Andere besonders schöne Plätze sind die Prat de Cadí und der Roca de l’Ordiguer an der Nordseite des Cadí oder das Gréixer-Tal, über dem die vom anmutigen Penyes Altes de Moixeró gekrönte Serra de Moixeró aufragt.

Anreise

Mit dem Flugzeug: Flughafen Girona-Costa Brava oder Barcelona-El Prat-.

Unterkünfte

Ob Hotel, Camping oder Ferienwohnung entscheiden Sie.

Hier finden Sie ein paar gute Anregungen.

Wandern in den Pyrenäen El Cinquè Llac Wandern auf Vulkane Sommerulaub in den Pyrenäen Sommer am Montsec

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