Alle Beiträge von Catalan Tourist Board Team

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Winterterrassen – Mediterranes Urlaubsfeeling für Herbst und Winter

Von Strand und Meer einmal abgsehen – was ist das Synonym für mediterranes Urlaubsfeeling? Zum Beispiel ein lauschiger Platz auf einer der  Café- und Restaurant-Terrassen  von Barcelona. Hier ziehen die Stunden völlig unbemerkt an einem vorbei, während man tiefer und tiefer in die Atmosphäre der Stadt eintaucht. Das ist übrigens auch im Winter möglich, – man muss nur wissen wo…

Was tun Sie, wenn Sie gerade alle Daheimgebliebenen wissen lassen möchten, wie großartig es Ihnen auf Ihrem winterlichen Kurztrip nach Barcelona geht? Sie machen ein Selfie mit folgendem Motiv: Kaffeetasse, Sie selbst mit Sonnenbrille und dünnem Jäckchen, ein Stückchen architektonischer Hintergrund und dann nach Möglichkeit knallblauer Himmel, der die Hälfte des Bildes ausfüllt. Zwar können wir keine Garantie dafür übernehmen, dass der winterliche Himmel über Barcelona jeden Tag knallblau sein wird. Aber wir können Ihnen verraten, welche Terrassen Barcelonas auch im Winter Logenplätze für mediterranes Urlaubsfeeling sind.

© El Jardí de l’Apat

El Jardí de l’Apat

Aus gegebenem Anlass haben wir in der letzten Zeit immer wieder über die winterliche Zwiebelspezialität Calçot gesprochen, welche die Katalanen mit großer Leidenschaft verspeisen. Hier eine gute Nachricht: Um in den Genuss einer Calçotada zu gelangen, zu deren Anlass die geschätzte Zwiebel im Freien auf dem Grill geröstet wird, müssen Sie nicht bis in die Dörfer Zentralkataloniens reisen. Statt dessen können Sie das Restaurant Jardí de l’Apat ganz in der Nähe des Parc del Carmel aufsuchen, sich auf der von Sonnenschirmen und alten Bäumen geschützten Terrasse niederlassen, herrliche Aussichten genießen und beobachten, wie Ihre Calçots über offenem Feuer geröstet werden. Wem nicht nach Zwiebeln ist, der findet reichlich Auswahl unter den zehn Menüs, die das Restaurant anbietet. Einziges Pflichtprogramm: Die herrlichen Blicke und den Duft der auf dem Grill gerösteten Speisen mit allen Sinnen genießen.

Albert Llanas, 2
Horta-Guinardó
Barcelona
08024

 

© La Font del Gat

La Font del Gat

Wenn Sie bislang auf Ihren Reisen kein Tagebuch geführt und nicht gezeichnet haben, dann versetzt Sie das Restaurant La Font del Gat am Montjuïc hoffentlich in die Stimmung, damit zu beginnen. Das anlässlich der Weltaustellung 1929  erbaute Haus liegt einen Katzensprung entfernt vom Mercat de les Flors und der Fundació Miró. Es bezaubert mit der eleganten Leichtigkeit seiner Einrichtung und dem Blick auf die modernistischen Gärten des Jardí Laribal. Die Küche harmoniert aufs Beste mit der Atmosphäre ihrer Umgebung: Hier werden kulinarische Fantasien Wirklichkeit, wobei traditionelle und moderne Gerichte gleichermaßen zur Auswahl stehen. Mittags gibt es Menüs, die Cafetería ist im Winter bis 18:00 Uhr geöffnet. Abends ist das Restaurant nur für angemeldete Gruppen geöffnet.

Passeig de Santa Madrona, 28
Sants-Montjuïc
Barcelona
08038

 

 

© Barceló Raval

Barceló Raval

Direkt an der Rambla del Raval liegt das Hotel Barceló Raval, das mit seiner 360°-Terrasse auf unserer Liste besuchenswerter Winterterrassen nicht fehlen soll. Hier bietet sich nicht nur ein Rundum-Panoramablick über die gesamte Stadt. Das Design der Terrasse besticht mit klaren Linien und transparente Materialien, auf der Getränkekarte finden sich unter anderm ausgewählte Cocktails, Cavas und Champagners. Nicht umsonst gilt die 360° Terrasse des Barceló Raval als einer der wirklich hippen Orte, um einen Abend in Barcelona einzuläuten. Die Terrasse ist Montag bis Freitag von 18 bis 24Uhr, am Wochenende von 18:00 bis 1:00Uhr geöffnet.

Rambla del Raval, 17-21
Barcelona
08001

© Filferro

Filferro

Unser Tip: Nach einem Besuch am Strand im Stadtteil Barceloneta lassen Sie die Touri-Restaurants am Strand getrost hinter sich und erkunden ein wenig das Viertel. Nur wenige Geh-Minuten vom Strand entfernt liegt das Restaurant Filferro, dessen mediterrane Küche mit italienischem Touch auch die Einheimischen überzeugt. Das Essen ist frisch, das Brot kommt aus einer der Bäckereien mit bestem Ruf und es gibt noch ein weiteres schlagendes Argument dafür, hier zu Mittag zu essen: Die geschützt gelegene Sonnenterrasse verfügt über ein Mikroklima, das den Winter sozusagen zum Frühling macht.

Sant Carles, 29
Barcelona
08003

© La Vinya del Senyor

La Vinya del Senyor

Dieser Klassiker des Born-Viertels beherbergt eine der wohl beliebtesten Terrassen der Stadt. Wie der Name des Etablissements bereits andeutet, sprengt die Weinkarte mit ihrem erstaunlichen Angeboten an offenen Weinen und Flaschen die Grenzen der Fantasie des Durchschnittsbesuchers. Die mit Anchoas gefüllten Oliven übertreffen ebenso alle Erwartungen, wie die longaniza genannten Landjäger-Würste. Dem Angebot entsprechend ist auch der Andrang auf diese Terrasse, deren Köstlichkeiten von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen geschätzt werden. Sollte es sie also an einem Tag hierhin verschlagen, an dem es eigentlich zu kalt ist um draußen zu sitzen, dann haben Sie möglicherweise Glück und ergattern einen Platz. Wir drücken Ihnen alle Daumen….

Pl. Santa Maria, 5
Born-Ribera
Barcelona
08003

Can Ganassa

Ebenfalls im Stadtteil Barceloneta liegt das Can Ganassa. Der ästhetische Schwerpunkt des Restaurants liegt eindeutig auf der Präsentation der Gerichte. Die Reisgerichte beispielsweise kommen so appetitlich daher, dass man den Drang verspürt, sie zu fotografieren und die Bilder auf allen zugängliche Social-Media Kanälen zu posten. Die Einrichtung des Restaurants verführt nicht zu dieser Form der medialen Selbstdarstellung, was ja auch seine Vorteile hat. So kann man sich voll und ganz auf hervorragendes Essen, blendende Stimmung und die angenehme Wärme auf der winterlichen Sonnenterrase konzentrieren.

Plaça de la Barceloneta, 6
Barceloneta
Barcelona
08003

Centre Civic Can Deu

Das Centre Civic Can Deu, ein schönes Beispiel für die Architektur des Modernismus, war lange Jahre Wohnsitz der Familie Deu. 1986 wurde es in ein Bürgerhaus umgewandelt, das jedem offensteht und von unterschiedlichstem Klientel frequentiert wird. Hier gibt es Jazz-Konzerte, ältere Herren, die Domino spielen, Damen, die gerade mit ihren Einkäufen vom Markt komme und herumtobende Kinder. Im Patio gibt es Bänke und einen Brunnen, wer etwas essen oder trinken möchte, geht zur Theke und wählt aus verschiedenen Kleinigkeiten aus. Der perfekt Ort, um fernab des touristischen Mainstreams, das Leben des Viertels  Les Corts auf sich wirken zu lassen.

Plaça de la Concòrdia, 13
Les Corts
Barcelona

La Canela

Die Terrasse des La Canela liegt an der Plaça Sant Pere und bietet einen wunderbaren Blick auf die alte romanische Kirche Sant Pere und das Leben und Treiben des Platzes, der einer der schönsten des Viertels ist. Die Küche beschreibt sich selbst als einfach, aber modern inspiriert und „de fusión“ . Offenbar kommt das gut an. Wer das Mittagsmenü probieren möchte, sollte sich darauf einstellen, länger zu warten. Alternativ dazu beinnt man gleich hier mit dem Frühstück, genießt einen Vormittag mit Kaffee, Zeitung und reichlich Muße, um zu beobachten und die Atmosphäre des Ortes in sich aufzusaugen. Das ist sowieso eine der besten Möglichkeiten, mit dem authentischen Barcelona in Kontakt zu kommen.

Plaça de Sant Pere, 12
Born-Ribera
Barcelona
08003

 

 

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Vier Genies und ihre Landschaften – Die inspirierenden Geheimnisse der Provinz Tarragona

„Die Landschaft der Genies“ (El paisatge dels genis) ist eine touristische Route durch vier Provinzen Tarragonas, die eine besondere Bedeutung im Leben vier herausragender Künstler des letzten Jahrhunderts hatten: Hier liegen die künstlerischen Wurzeln von Antoní Gaudí, Pau Casals, Pablo Picasso und Joan Miró.

Wo die Inspiration zu Hause ist

Die Landschaften der Provinz Tarragona sind die Landschaften der Genies. Das behaupten wir jetzt nicht einfach so, es ist eine Tatsache. Vier der herausragendsten Künstler des 20. Jahrhunderts liebten Tarragonas Küsten, Strände, Felder und einsame Gebirgslandschaften, deren Farben, Formen und authentischer Charakter einige der bedeutendsten Kunstwerke dieser Epoche geprägt hat. Wer die Geheimnisse dieser Landschaften erkunden möchte, folgt der Route der Genies auf den Spuren von Antoní Gaudí, Pau Casals, Pablo Picasso und Joan Miró.

Antoni Gaudí war überzeugt, dass Originalität darin bestehe, zum Ursprung zurückzukehren – und blieb ein Leben lang seiner Heimatstadt Reus verbunden. Joan  Miró sah die Wurzeln seines gesamten Werkes in der ländlichen Idylle des Örtchens Mont-roig, das er bis zu seinem Lebensende immer wieder besuchte. Der weitgereiste Ausnahme-Cellist Pau Casals, der einen Großteil seines Lebens im Exil verbrachte, fühlte sich aufs tiefste mit dem Ort seiner Kindheit verbunden und sagte einmal: „Zum Glück hat mich während meiner Reisen durch so viele fremde Länder der Junge aus El Vendrell nie verlassen.“ Pablo Picasso, der als junger Mann zweimal für längere Zeit im Gebirgsdorf Horta de Sant Joan im Els Ports-Massiv lebte, äußerte später: „Alles, was ich weiß, habe ich in Horta gelernt.“

Horta de Sant Joan © Miguel Raurich

Die Essenz der Kunst

Doch was ist das besondere dieser Lanschaften, welche die universellen Genies des 20. Jahrhunderts inspirierten? Wohl eine Mischung vieler Elemente: Die Natur, die Felder, das Mittelmeer, das Licht, die Berge, die ländlichen Traditionen und der Charakter der Menschen, die hier leben – um nur einige zu nennen. Die Route der Genies führt zu den Orten, an denen die geheimnisvolle Essenz dieser Landschaften spürbar wird – und legt dem Reisenden den Schlüssel zum tieferen Verständnis der Werke dieser Künstler in die Hände. In ihren unterschiedlichen Disziplinen stellten sie alle die gleichen Werte in das Zentrum ihres Schaffens: Frieden, Universalität des Lokalen, Transzendenz, Arbeit und Innovation.

Horta de Sant Joan © Miguel Raurich

Am Schnittpunkt von Kunst und Natur

Da die Landschaften der Provinz Tarragona ebenso vielfältig und schillernd sind wie die Künstler, die von ihnen inspiriert wurden, bietet es sich an, das Kulturerlebnis mit sommerlichen Aktivitäten in der Natur zu verbinden. Auch dies ist eine Art, auf den Spuren der Künstler zu wandeln. Denn Inspiration kommt selten, wenn wir sitzen und auf sie warten, sondern viel eher, wenn wir uns entspannt und hingebungsvoll der Erkundung einer Landschaft widmen. Hier geben wir Ihnen ein paar Tipps für kreativen Naturgenuss und inspirierende Kulturerlebnisse.

Antoni Gaudí und Reus

Antoní Gaudi wurde 1852 in Reus geboren und lebte dort bis zum 16. Lebensjahr im Haus seiner Familie. Die nahegelegene Schmiede war ein Schlüsselelement bei der Ausbildung seiner besonderen Fähigkeit, die Dimensionen des Räumlichen genau zu sehen und zu erfassen. Nach dem Abitur zog Gaudí nach Barcelona um Architektur zu studieren, hielt jedoch Zeit seines Lebens den Kontakt zu seinen Freunden und Kollegen aus Reus aufrecht.

Gaudí Centre Reus © Miguel Raurich

Auf den Spuren Gaudís

Es empfiehlt sich, den Besuch in Reus im Gaudí Centre zu beginnen, das dem Leben und Schaffen des großen Architekten gewidmet ist. Als Museum, das mit modernster Technologie ausgestattet ist, bildet es einen Erfahrungsraum, in dem der Besucher den Geheimnissen der Gaudíschen Architektur auf die Spur kommt.
Auf einem Spaziergang durch Reus entdeckt der Besucher dann jene Orte der Stadt, die eng mit Kindheit und Jugendzeit des berühmten Architekten verbunden sind. Es bietet sich außerdem an, der Route des Modernismus durch die Reus zu folgen – schließlich hütet die Stadt eines der bedeutendsten architektonischen Ensembles des  Modernismus in Europa. Wer noch tiefer in das Thema eintauchen möchte, dem seien dringend die Führungen durch die Casa Navàs und das Instituto Pere Mata empfohlen – die allerdings nicht auf Gaudí, sondern auf seinen Kollegen Domènech i Montaner zurückgehen.

Gaudí Centre Reus © Imagen M.A.S.

Tipp: Mit dem Rennrad nach Reus

Wer seinen Besuch in Reus mit einer leichten Rennradtour verbinden möchte, findet hier einen passenden Routenvorschlag. Die Tour vom Küstenort Cambrils nach Reus und Tarragona stellt keine großen Anforderungen an die Kondition, bietet dafür aber ein opulentes Kulturprogramm, das neben dem Besuch in Reus auch spannende Einblicke in die antike römische Kultur dieses Küstenabschnitts bietet.

Joan Miró und Mont-roig

Der erste Aufenthalt des Malers Miró in Mont-roig  fällt in das Jahr 1911. Damals suchte Miró nach längerer Krankheit Erholung auf dem Lande. Aus dem Erholungsurlaub in Mont-roig wurde eine Faszination auf Lebenszeit. Im Landhaus Mas Miró konzipierte und schuf der Maler jenes einzigartige künstlerische Universum, das im unverkennbar Miróschen Malereistil  Weltruhm erlangen sollte. 65 Jahre lang verbrachte Miró die Sommermonate in Mont-roig und fand jene Ruhe und Inspiration, die aus den hier geschaffenen Werken spricht.

Wege zu Mirós Landschaften

Es empfiehlt sich, die Erkundungstour im Centre Miró zu beginnen, das die Schlüssel für ein tieferes Verständnis der besonderen Beziehung Mirós mit Mont-roig bereithält. Der Miró-Weg (Itinerario Miró) führt zu jenen Orten in der Landschaft, die den Künstler zu einigen seiner großen Werke inspirierten. Ein prominentes Beispiel ist die Kirche Mare de Deu de la Roca, die auf einem roten Felsenhügel liegt, dessen Farbe den Künstler besonders beeindruckte. Doch nicht nur die Farben, auch die grandiosen Panoramablicke, die sich über das Land und bis zur Küste bieten, werden dem Besucher für immer im Gedächtnis bleiben. Unverzichtbar ist auch ein  Besuch im Mas Miró, jenem Landhaus, das während der Sommermonate dem Künstler ein zu Hause war, und das er als La Masia malerisch verewigt hat.

Mont-roig del Camp © Miguel Raurich

Naturerlebnis in Miróschem Stil

Weitere interessante Möglichkeiten, die Landschaft Mirós zu erkunden, sind die Mountainbike-Routen des BTT-Centers, die Route zu den traditionellen Trockensteinhütten oder eine stilechte Siesta unter einem Johannisbrotbaum oder an der Platja Pixerota.

Pau Casals und El Vendrell

Pau Casals wird 1876 im Küstenort El Vendrell geboren und von Kindesbeinen an bestimmt die Musik sein Leben. Sein Vater ist Organist der örtlichen Kirche und erzieht seine Kinder von kleinauf zu ambitionierten Musikern. Mit 23 Jahren hat die Musikerlaufbahn  des großen Cellisten  bereits ein solches Level an Professionalität erreicht, dass er fortan um die Welt reist und in den renommiertesten Konzertsälen der Welt spielt. Dennoch bleibt er immer Sant Salvador in El Vendrell verbunden und verbringt wann immer möglich Zeit im dortigen Familiensitz. Ende der 1930er-Jahre geht der politisch engagierte Pau Casals ins Exil und schwört, erst zurückzukehren, wenn die Demokratie in Spanien wiederhergestellt ist. Zu seinen Lebzeiten geschieht dies nicht mehr, doch die sterblichen Überreste des größten Cellisten des 20. Jahrhunderts ruhen heute auf dem Friedhof von El Vendrell.

Zurück in die Kindheit

Der ideale Startpunkt für einen Besuch in der Heimat Pau Casals ist die Vila Museu Pau Casals an der Playa Sant Salvador, die im ehemaligen Familiensitz untergebracht ist und einen lebendigen Einblick in das Privat- und Familienleben des Musikers bietet. Gegenüber liegt das Auditorio Pau Casals, das rund ums Jahr ein exzellentes Musikprogramm bietet. Ein Spaziergang ins Stadtzentrum von El Vendrell führt uns zu den Orten der frühen Kindheitsjahre Pau Casals: Zu seinem Geburtsort und zu jener Kirche, auf deren barocker Orgel er als Kind zu spielen lernte.

Vila Museu Pau Casals © Nano Cañas

Wein und Wandern

Wer die Landschaften um El Vendrell erkunden möchte, findet hier markierte Fahrrad- und Wanderrouten. Pflichtprogramm ist zweifellos ein Spaziergang durch die Weinfelder und ein  Besuch in den örtlichen Bodegas, deren hervorragenden DO-Penedes man probiert haben muss.

Pablo Picasso und Horta

„Man sieht sich im Leben immer zweimal!“, mag das Gebirgsdorf Horta de Sant Joan Picasso zugeflüstert haben, als er 1909 nach zehn Jahren zurückkehrte. Dieses Mal kam er nicht, um sich von einer Krankheit zu erholen, er kam, weil er Inspiration suchte. Dabei zählte er nicht nur auf seine Lebensgefährtin Fernande Olivier, die zugleich auch sein liebstes Modell war, sondern auch auf die bizarren Felslandschaften des Gebirgsmassivs Els Ports, die ihn unter anderem zu La bassa d’Horta und La fàbrica d’Horta de’Ebre inspirierten.

Els Ports © Miguel Raurich

Die Spuren des Meisters

Die Route durch Horta auf den Spuren des großen Malers beginnt im Centre Picasso, das Faksimiles aller Werke des Künstlers enthält, die von Horta und seinen Landschaften inspiriert sind. Im Anschluss gilt es selbstverständlich, einen Spaziergang auf Picassos Spuren durch das malerische Dorf zu machen und seinen Hauptaufenthaltsorten, dem Hostal del Trompet und dem Café de Vives einen Besuch abzustatten.

Den Naturpark Els Ports entdecken

Nächster Programmpunkt ist eine Wanderung zur Picasso-Höhle. Ursrpünglich trug diese den Namen Cueva de Ullals de Morango, doch nachdem bekannt wurde, dass der große Picasso als 16jähriger hier einen Monat lang gecampt hatte, wurde es Zeit für eine Umbenennung und die kleine Berggrotte trägt nun einen großen Namen. Eine weitere Möglichkeit, die vielgestaltigen Landschaften von Els Ports kennenzulernen, ist die Via Verde, eine stillgelegte Eisenbahntrasse, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch zu Pferd erkundet werden kann.

Tipp: Ein geniales Ticket

Die Targeta Genial  bietet zum Preis von 9,- Euro Eintritt in alle Interpretationszentren der Route der Genies und besondere Vorteile in ausgewählten Unterkünften und Restaurants. Sie ist erhältlich in den Tourismusbüros  sowie in den Interpretationszentren in Reus, Mont-roig,  El Vendrell und Horta.

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Val d’Aran: Kataloniens schönstes Reiseziel im Winter

Wie wäre es mit einem Winterurlaub in Katalonien? Wir meinen wirklich Winterurlaub – inklusive toller Skipisten, Schneeschuhwanderungen und Hundeschlittentouren. All dies und noch viel mehr bietet Ihnen das Val d’Aran. Und wenn Ihnen der Sinn einmal nicht nach Schnee steht? Dann genießen Sie Wellness, Kunst und Gastronomie auf höchstem Niveau. Entdecken Sie Kataloniens schönstes Wintermärchen!

Eine Welt für sich

Das Val d’Aran ist eine Welt für sich. Während die übrigen katalanischen Pyrenäentäler nach Süden zum Mittelmeer ausgerichtet sind, neigt sich das Val d’Aran nach Norden, zum Atlantik hin. Diese geographische Besonderheit wirkt sich auf das Klima des Val d’Aran aus, das ein perfektes Winterurlaubsziel ist, aber auch auf seine Sprache und Kultur. Beide sind durch französisch-okzitanische Einflüsse geprägt und unterscheiden sich vom Rest Kataloniens. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Gastronomie, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Qualität einen hervorragenden Ruf genießt.

Val d’Aran © Miguel Raurich

In jeder Hinsicht einzigartig

Dass die Einzigartigkeit der aranesischen Kultur über die Jahrhunderte so unverfälscht erhalten bleiben konnte, verdankt sich zum einen der Begeisterung der Aranesen für ihr Tal und ihre ureigene Sprache und Kultur. Allerdings spielt auch noch ein zweiter Faktor eine Rolle: Bis zum Jahr 1948 war das Val d’Aran in den Wintermonaten – also ein knappes halbes Jahr – komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Dies änderte sich erst mit dem Bau des über fünf Kilometer langen Tunnels von Vielha, der damals der längste der Welt war. Dieser gibt Besuchern die wunderbare Möglichkeit, ihren Winterurlaub im Val d’Aran zu verbringen. Die Bewohner des Tals verspüren dagegen in der Mehrheit kein großes Bedürfnis, das Val d’Aran um diese Zeit zu verlassen. Erstens genießen sie den Ruf, die fleißgisten und arbeitsamsten aller Bewohner der Iberischen Halbinsel zu sein – und Wintertourismus mit seinen mannigfaltigen Angeboten bringt eine Menge Arbeit ins Tal. Hinzu kommt, dass der Aranese im tiefsten Herzen die Überzeugung hegt, dass es gerade im Winter daheim am schönsten ist. Vermutlich hat er damit einfach recht – das Winterwunderland Val d’Aran zieht die unterschiedlichsten Charaktere in seinen Bann. Hier ein Überblick über die schönsten Winteraktivitäten:

50 Jahre Skistation Baqueira Beret


Das Val d’Aran blickt als Wintersportort inzwischen auf eine lange Tradition zurück. Die berühmte Ski-Station Baqueira Beret hat im Jahr 2014 ihren 50. Geburtstag gefeiert – und ihre Installationen können sich sehen lassen. Nicht umsonst ist Baqueira Beret das traditionelle Weihnachtsurlaubsziel der königlichen Familie Spaniens. Das Skigebiet ist 2.166 Hektar groß, verfügt über 146km Piste und 35 Skilifte, die pro Stunde über 60.000 Personen befördern können.

Baqueira Beret © Javi Montes

HeliSkiing – Mit dem Helikopter in den Tiefschnee

Wer es etwas gediegener mag und sein Skierlebnis nur mit den besten Freunden teilen möchte, für den könnte Heliskiing eine Option sein. An 30 Orten des Val d’Aran besteht die Möglichkeit, diese exklusive Art des Ski-Sports zu praktizieren, bei der man von einem Helikopter auf einen  Berg geflogen wird, um von dort aus durch unberührten Tiefschnee abzufahren. Natürlich ist bereits der Flug mit dem Helikopter an sich ein Erlebnis, das auch mobilitätseingeschränkte Personen nutzen können. Auf diese Art kann man die höchsten Gipfel und beeindruckendsten Landschaften der Pyrenäen von oben bestaunen. So zum Beispiel den Montarto, den Gletscher von Aneto und die Seen von Colomèrs und Saborèdo.

Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern im Val d’Aran ist eine beliebte winterliche Aktivität für die ganze Familie. Natürlich gibt es markierte Winterwanderwege – zur Sicherheit empfiehlt es sich jedoch, sich bei den Schneeschuhwanderungen von einem ausgebildetetn Bergführer begleiten zu lassen.

Skitourengehen

Auch das Skitourengehen wird im Val d’Aran immer beliebter. Wer in Begleitung eines kompetenten Führers die höchsten Lagen und verborgenen Winkel der Gebirgswelt kennenlernen möchte, darf sich auf eine der intensivsten Naturerfahrungen freuen, die das Val d’Aran zu bieten hat.

Val d’Aran © Nano Canas

Eine wilde Jagd – Die Hundeschlittenfahrt

Natürlich dürfen Sie sich im Val d’Aran auch den etwas softeren Vergnügungen hingeben – beispielsweise bei einer Fahrt mit dem Hundeschlitten. Sie strecken gemütlich die Beine aus und lassen die Huskys laufen. Die haben dabei in der Regel einen Riesenspaß. Wer eine Hundeschlittenfahrt buchen möchte, wählt zwischen einer 30- oder 60minütigen Tour – oder fährt gleich hoch bis zur Berghütte Refugi de Montgarri. Vielleicht möchten Sie auch eine Schlittentour im Mondschein erleben? Dem Zauber winterlicher Fantasien sind keine Grenzen gesetzt.

Pirena © Lluís Carro

Pferde im Schnee

Auf der Hochebene Plà de Beret werden unterschiedliche Aktivitäten für Paare, Freundesgruppen oder für die ganze Familie angeboten. Dazu gehören die Fahrten im Pferdeschlitten durch tiefe Wälder, welche die geheimnisvolle Hochebene umgeben. Ganz still ist es hier – und man hört nichts als den Hufschlag der Pferde und die Glöckchen des Schlittens.

Val d’Aran © Javi Montes

Schneemobil-Touren


Ein weniger meditativer Zeitvertreib sind die Touren mit dem Schneemobil – aber auch die finden ihre Liebhaber und werden folglich natürlich angeboten. Geführte Skimobil-Touren gibt es zum Beispiel vom Plà de Beret zur Berghütte Refugio de Montagarri und von Salardú nach Banhs de Tredòs.

Thermalbäder genießen

Wo wir gerade von den Banhs de Tredòs sprechen – das Val d’Aran verfügt über einige hervorragende Thermalquellen. Diese standen schon bei den Römern hoch im Kurs, die bekanntlich nicht nur vom Baden etwas verstanden, sondern auch ziemlich weit in der Welt herumgekommen waren. Thermalbäder gibt es im bereits erwähnten Ort Els Banhs de Tredòs, in Les und in der Umgebung des Nationalparks d’Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, die, auf einer Höhe von 1.740m gelegen, die höchstgelegenen Thermen Europas sind. Übrigens: Wellness & Spa-Angebote bieten auch fast alle 4- und 5-Sternehotels des Val d’Aran. An Möglichkeiten Leib und Seele gleichermaßen zu pflegen, wird es hier nicht mangeln.

Termas Baronia de Les © Nano Cañas

Kulinarik auf Aranesisch

Gleiches gilt für die aranesische Küche, die in den mehr als 180 Restaurants des Tales ihr köstliches Angebot entfaltet. Zu den bekanntesten traditionellen Gerichten zählen die òlha aranes, die Patés und die Wild-Schmorgerichte. In den letzten Jahren haben sich die besten Köche des Val d’Aran der Kreation innovativer Rezepte verschrieben, die auf traditionellen Vorgaben und Produkten der Region basieren. Unbedingt zu erwähnen sind auch die rutes de pintxos, die in einigen Dörfern des Tales angeboten werden. Hier werden in kleinen Portionen exquisite Leckereien der Region verkostet.

Kunst und Kultur

Wer sich im Urlaub nach Kunst und Kultur sehnt, wird im Val d’Aran ebenfalls fündig. Das katalanische Hochgebirgstal ist Hüterin vieler romanischer Kirchen mit bedeutenden Kunstschätzen. Darüber hinaus gibt es eine Menge Museen, in denen die einzigartige Kultur des Val d’Aran, seine Lebens- und Arbeitswelt, seine Naturlandschaften und klimatischen Besonderheiten begreifbar werden.

Salardú © Nuria Puentes

Shopping im Val d’Aran

Wer es vorzieht, eine eher praktische Art des Kulturtourismus zu betreiben, der sollte im Val d’Aran einmal auf Shoppingtour gehen. Schließlich lassen sich auch hier Höhepunkte der aranesischen Volkskultur entdecken – und auch gleich mit nach Hause nehmen: Zum Beispiel Käse, Wurstwaren, Patés und Cassis, der Johannisbeerlikör des Val d’Aran. Wohl bekomms!

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Süße Wintersünden – Eine katalanische Route zu Kuchen, Törtchen und Turró

Der Winter kommt, die Tage werden kürzer und kälter und die Erinnerung an Sommer, Strand und laue Nächte rückt langsam in weite Ferne. Kein Grund wehmütig zu werden, denn der Winter bringt uns seine ganz eigenen Freuden. In Katalonien lockt zum Beispiel süßer Genuss in unzähligen Variationen. Also auf, entdecken Sie unsere Route der süßen Küche.

Disclaimer:

Die hier gegebenen Ratschläge folgen nicht immer gängigen Richtlinien der Ernährungswissenschaften. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für mögliche Konsequenzen, die sich aus dem Lesen unserer Anregungen oder einer Reise auf der Route der süßen Küche ergeben.

 

Zur Einstimmung

Gehören Sie zu den Menschen, die nachts heimlich zum Kühlschrank schleichen, um sich ein letztes Stückchen Schokolade in den Mund zu schieben? Während Sie noch mit Ihrem Gewissen hadern, schmilzt die Schokolade sanft im Mund dahin, verteilt sich über die Zunge, den gesamten Gaumen und bis in die Backentaschen, bevor sie mit leichtem Kribbeln die Kehle hinabgleitet.

Wenn diese Situation Ihnen vertraut ist und Ihre Schwäche für Süßes Ihnen bislang immer wieder ein schlechtes Gewissen verursacht hat, dann möchten wir Sie heute einladen, aus einer neuen Perspektive auf Ihre vermeintliche Schwäche zu blicken. Eine US-Studie aus dem Jahr 2011 kam zu dem Ergebnis, dass es eine Verbindung zwischen süßem Geschmack und prosozialem Verhalten gebe. So zeigte sich unter anderem, dass Menschen, die soeben Schokolade gegessen hatten, wesentlich eher geneigt waren, einer anderen Person in Not beizustehen, als Testpersonen, die einen Cracker oder gar nichts gegessen hatten.

Sollten Sie also auf Ihrer Reise auf unserer Route der süßen Küche von einer besorgten innerpsychischen Repräsentation Ihres Diätberaters verfolgt werden,  so raten wir Ihnen folgendes:
Schauen Sie ihm selbstbewusst und gerade ins Gesicht. Lassen Sie ihn wissen, dass Sie gerade hier sind, um zu genießen und nicht um abzunehmen. Und wenn er Ihnen nun den Spaß verderben und etwas einwenden will, dann setzen Sie noch drauf, dass Sie schließlich mit jedem Löffel Crema Catalana zu einem sozialeren und hilfsbereiteren Menschen werden. Schließlich zählen auch die inneren Werte und nicht nur die Idealfigur, oder? Eben! Also los….

Crema Catalana © Imagen M.A.S.

Die katalanische Küche hütet einen Schatz traditionsreicher Rezepte für unterschiedliche Anlässe, die tief in der Erde ihrer Herkunft  verwurzelt sind. Das gilt für die Süßigkeiten genauso wie für köstliche Gemüse-, Fisch- oder Fleischgerichte.

Turró de Agramunt

Beginnen wir unsere Reise zu Kataloniens süßen Köstlichkeiten bei A wie Agramunt. Hier, im Landkreis Urgell, wird die berühmte Weihnachtssüßigkeit Turró de Agramunt hergestellt. Die Zutaten: Eine sorgfältig ausgewogene Mischung aus Mandeln und Haselnüssen, Zucker, Honig und Eiweiß. Wer einmal beim Herstellungsprozess zuschauen möchte, besuche die Hersteller Forrons R. Vicens, Torrons Roig, Torrons Artesans Fèlix und Torrons Lluch.

Agramunt © Oriol Llauradó

Barquetes de Pla de Sant Tirs

Barquetes sind feine Waffelröllchen, die ursprünglich ebenfalls eine Weihnachtsgebäck waren. Inzwischen isst man sie das ganze Jahr über. Traditioneller Herstellungsort der barquillos ist Sant Tirs im Landkreis L’Alt Urgell. Hier wird auch eine ganze Menge anderer süßer Spezialitäten produziert, zum Beispiel cubanos, abanicos, tulipanes, xiquitillos und insbesondere die berühmten Desserts namens Menairons del Pla. Mit vorheriger Anmeldung kann man auch hier dem Hersteller einen Besuch abstatten.

Catànies de Vilafranca del Pendès

Vilafranca, die Hauptstadt der Weinregion Penedés, ist auch bekannt für ihre exquisiten Desserts: Die Catànies sind karamellisierte Mandeln, die in weiße Schokolade getaucht und dann mit schwarzem Schokoladenpulver bestäubt werden. Der Familienbetrieb Bombons Cudié widmet sich seit 1986 liebevoll der Herstellung dieser Köstlichkeit und bietet einen Besuch des Herstellungsortes, so wie den Kauf des Produktes direkt vom Hause aus an.

Catànies © Marc Castellet

Orelletes de Tarragona und Menjar Blanc

Orelletes sind fritierte Süßigkeiten in Form von Ohrmuscheln. Der Teig besteht aus Mehl, Eiern, Zucker und Salz, ihren einzigartigen Geschmack erhalten Sie durch die Gewürze Koriander, Anis, Zimt sowie Zitronen- und Orangenschalen. Sie werden vor allem in den Landkreisen der Provinz Tarragona produziert und in Les Borges Blanques. Zu kaufen gibt es sie in der Pastisseria Pepi in Ulldemolins und in der Konditorei Poy in Reus. Hier kann man übrigens auch die aus Mandeln hergestellte, süße Spezialität von Reus kaufen, die menjars blancs.

Carquinyolis  und Borregós aus El Vallès

Man isst sie in ganz Katalonien, aber in El Vallès schmecken sie besonders gut. In Caldes de Montbui stellt man seit über hundert Jahren carquiñoles her. Die Zutaten sind Eier, Milch, Zucker, Mehl und Mandeln. Kaufen kann man sie am besten in der Pastisserie Alvero, am besten gleich gemeinsam mit der weiteren Spezialität des Ortes, den Borregos, die hier schon seit zweihundert Jahren gebacken werden. Ihre Zutaten: Mehl, Butter, Zucker und Anis. Die Pastisserien Cardedeu stellen Borregos in einer Vielzahl von Varianten her: Mal knusprig, mal weich und mal als überraschende süße Fusion aus Turrón de Jijona und Borrego.

Carquinyolis © Marc Castellet

Pa de Pessic de Vic

Der Kuchen Pa de Pessic de Vic ist in ganz Katalonien berühmt, aber natürlich am berühmtesten in Vic. Ursprünglich wurde er anlässlich der Patronatsfeste gebacken und nach getanem Werk an die Teilnehmer der Prozessionen verteilt. Da der Kuchen eine beständige Versuchung darstellte, verschwand allerdings auch vor dem  Ende der Prozession das eine oder andere Stück des Pa de Pessic. Die Besonderheit des Pa de Pessic de Vic ist, dass das Eiweiß mit Weidenzweigen aufgeschlagen wird anstatt mit dem Mixer. Zu kaufen gibt es den Pa de Pessic in verschiedenen Pastisserien in Vic.

Panellets

Panellets werden in ganz Katalonien zur Feier des Allerheiligenfestes am 31. Oktober gegessen. Zu Saison kann man sie in Pastisserien in ganz Katalonien kaufen – man kann sie aber auch zu Hause selber backen. Viel Spaß mit unserem Rezept!

Panellets © Marc Castellet

 

Immer und überall: Crema Catalana

Die vermutlich berühmteste Süßigkeit Kataloniens ist die Crema Catalana. Früher einmal wurde sie vor allem am 19. März, dem Sankt Josefs-Tag serviert. Heute kann man sie in ganz Katalonien das ganze Jahr über bestellen. Die goldgelbe Creme mit karamellisiertem Zuckerüberzug, die in kleinen braunen Kasserollen serviert wird, ist zu jeder Jahreszeit ein beliebter Nachtisch.

 

Video von www.barcelonacooking.net

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Route 8: Cambrils – Tarragona – Alcover – Montbrió del Camp – Cambrils

Die Route führt durch die Landkreise Baix Camp, El Tarragonès und l’Alt Camp. Wir starten in Richtung Salou und erreichen als erstes großes Etappenziel Tarragona, um später verschiedene Gemeinden des l’Alt Camp zu durchqueren. Angekommen im Dorf La Selva del Camp, beginnen wir die 7km lange Auffahrt zum Pass Coll de La Batalla mit einem anspruchsvollen, 400m langen, Abschnitt von 11% maximaler Steigung. Mit schöner Aussicht auf die Bergkette La Mussara zu unserer Rechen fahren wir bis nach Alforja, von wo aus wir den angenehmen und schnellen Rückweg nach Cambrils antreten.

 

Salou


Die ersten Sommerurlauber entdeckten den Reiz des Fischerortes Salou an der Costa Daurada bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist Salou mit seinen breiten Strände und feinsandigen Buchten ein touristischer Referenzpunkt der Costa Daurada. Seine Beliebtheit verdankt er unter anderem der attraktiven Lage im Schutze des Cabo de Salou und in unmittelbarer Nähe zur Provinzhauptstadt Tarragona, sicherlich jedoch auch seiner landschaftlichen Schönheit und einer hervorragenden Gastronomie.
Salous breites Angebot an Strand- und wassersportlichen Aktivitäten wird ergänzt durch die zahlreichen Möglichkeiten des Sporthafens, der unbedingt einen Besuch wert ist. Das lebendige Herz des Ortes bildet die Promenade Paseo de Les Palmeres mit einigen schönen Jugendstilbauten, wie zum Beispiel dem Torre de Cal Bonet und einem König Jakob I gewidmeten Denkmal. Weitere Sehenwürdigkeiten sind die Torre Vella, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das nun als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt wird und die seit kurzem restaurierte alte Bahnstation. Einen Besuch wert ist auch der Leuchtturm von Salou, der über den wunderbaren Küstenweg Camino de Ronda zu erreichen ist. Der 1858 eingeweihte Leuchtturm ist bis heute in Betrieb, jedoch tagsüber für Besucher geöffnet ist. Mit dem etwas außerhalb gelegenen Freizeitpark Universal’s Port Aventura zählt Salou auch einen der größten Themenparks Spaniens zu seinen Attraktionen.

Costa Daurada – PortAventura. Shambhala © PortAventura

Tarragona

Tarragona, UNESCO Welterbe-Stadt und einst das „Kleine Rom“ der Iberischen Halbinsel, fasziniert mit der sagenhaften Vielfalt seiner historischen Mauern und Monumente. Vom antiken Amphitheater über den Römischen Circus, dessen VIP-Lounge heute Teil einer Pizzeria im Part Alta-Viertel ist, über die mächtige Kathedrale mit der wunderbaren Rosette, das typische Fischerviertel El Serrallo und den berühmten Aussichtspunkt „Balkon zum Mittelmeer“, reicht die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Und das ist erst der Anfang…

Constantí


Constanti liegt im Landkreis Tarragones am Ufer des Rio Francolí. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Epoche der römischen Besatzung zurück. Mit den Ruinen von Centcelles bewahrt Constantí die Reste einer römischen Villa, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Archäologen faszinieren. Besonders beeindruckend sind die bunten, in Teilen sehr gut erhaltenen, Mosaike in der Kuppel des herrschaftlichen Gebäudes. Als weiteres Monument ist die l’Església Parroquial de Sant Féliu aus dem 18. Jahrhundert zu nennen. Wer sich der Frühgeschichte und Geschichte, den Legenden und Traditionen des Ortes annähern möchte, findet in den drei  Wanderrouten La Ruta de l’Aigua, La Ruta de Sant Llorenç und La Ruta de los Pallaresos einen schönen Zugang zum Leben in und um Constantí.

El Morell

Auf halber Strecke zwischen Tarragona und Reus gelegen, bietet sich das Dörfchen  El Morell für eine kurze Rast an. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die Pfarrkirche Sant Martí im spätbarocken Stil, die Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses errichtet wurde.  Die zweite Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Schloss Castell Morell, das im 18. Jahrhundert komplett neu errichtet wurde, da das ursprüngliche Schloss zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ruine war.

Vilallonga del Camp

Villalonga del Camp liegt in der Ebene des Camp de Tarragona im Zentrum des Städtedreiecks  Tarragona, Reus und Valls. Das bedeutendste Gebäude des Dorfes ist die Kirche l’Església Parroquial de Sant Martí, die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.  Ihr hervorstechendstes Merkmal ist die großartige Fassade im neoklassizistischen Stil, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Über der Eingangstür befindet sich ein Relief, auf dem der Heilige Martin dargestellt ist, der seinen Mantel teilt, um einem Bettler zu helfen.  Ein in der alten Stadtmauer erhalten gebliebenes Tor erinnert an die lange Geschichte des Ortes, der bereits im 12. Jahrhundert erstmals schriftliche Erwähnung findet. Das dritte Monument Villalongas ist die Kapelle der Heiligen Jungfrau  Mare de Déu del Roser, deren gotische Malereien unlängst restauriert worden sind.

Alcover

Alcover  liegt im Tal des Riu Glorieta im Landkreis Alt Camp inmitten herrlicher Naturlandschaften  von großer Artenvielfalt. Seinen touristischen Reiz verdankt Alcover nicht einem bestimmten Monument als besonderem Attraktionspunkt, sondern dem Zusammenspiel unterschiedlichster architektonischer Elemente, die im Laufe von Jahrhunderten das Ortsbild geprägt haben. Die Alstadt hütet Gebäude aus den Anfangszeiten Alcovers  wie die alte romanische Kirche l’Església Vella o de la Sang , die als kunsthistorisches Monument von nationaler Bedeutung katalogisiert ist. Im höher gelegenen Teil der Altstadt finden wir Gebäude im Renaissancestil, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert und damit der goldenen Epoche Alcovers stammen. Zu diesen gehört vor allem die neue Kirche, Església Nova o de l’Assumpció, die eine der größten des Landkreises ist. Mitten im historischen Zentrum des Ortes befindet sich in einem großartigen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ein Museum mit zwei interessanten Ausstellungen: Die eine zeigt Meeresfossilien in perfekt erhaltenem Zustand, die andere beleuchtet das Leben einiger großbürgerlicher Familien des 20. Jahrhunderts von Alcover und den literarischen Modernismus  in der Region. In der näheren Umgebung liegen außerdem die Kapelle Emita del Remedio im barocken Stil sowie die Reste einiger Papiermühlen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

La  Selva del Camp

Mit historischem Charme und einer Menge Charakter bezaubert La Selva del Camp, einst Residenz des Bischofs von Tarragona, seine Besucher. Vom ehemaligen Festungscharakter des Ortes erzählt die aufwendig restaurierte Burg  aus dem 12. Jahrhundert ebenso wie die erhalten gebliebenen Teile der Stadtmauer und einige Türme aus dem 18. Jahrhundert. Die im Renaissance-Stil erbaute Kirche L´Església de Sant Andreu Apòstol beeindruckt mit der Monumentalität ihrer fünf Schiffe. Ebenfalls unbedingt einen Besuch wert sind der Konvent Sant Rafael und der ehemalige Konvent Sant Agustín. Dieser fungiert heute als Diözesanhaus, in dem ein aufwendig im Renaissance-Stil gestalteter Kreuzgang erhalten ist.  Eine Besonderheitdes Dorfes, die man sich unbedingt aus der Nähe anschauen sollte, sind die Escorralons gennanten, extrem schmalen Gassen, die bei Regen Wasserkanälen gleichen.

La Selva del Camp © Angela Llop

La Selva del Camp © Angela Llop

Vilaplana

Umgeben von malerischer Landschaft schmiegt sich Vilaplana an den Südhang der Sierra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die mit einer Barockfassade geschmückte Pfarrkirche Església Parroquial de la Nativitat de la Mare de Déu, die 1739 eingeweiht wurde. Im Inneren ist ein Bildnis der Heiligen Jungfrau aus der Epoche der Romanik erhalten, in der Fassade befindet sich eine gotische Marienfigur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das befestigte Landgut Mas del Morenet, das aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt sowie die im Gemeindegebiet befindlichen Höhlenmalereien, die als Teil der „Höhlenmalereien des Mittelmeerraumes“ zum Weltkulturerbe gehören.

Alforja

Alforja liegt auf einem Hügel in der Mitte eines Tales zwischen den Gebirgszügen des Priorat und der Serra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Sehenswert ist hier vor allem die hübsche Pfarrkirche Sant Miquel mit dem schlanken Glockenturm, die 1637 eingeweiht wurde. Von der langen Geschichte des Dorfes erzählen auch die Reste der Stadtmauern und der ehemaligen Burg von Alforja. Für die Bewohner Alforjas ist das Heiligtum der Virgen de Puigcerver seit jeher ein religiöser Anziehungspunkt. Das heute bestehende Gebäude wurde nach dem Bürgerkrieg neu errichtet und ist nicht von besonderem architektonischen Interesse, hält jedoch das Gedenken an das ursprüngliche Heiligtum aus dem 13. Jahrhundet aufrecht. Zum religiösen Kulturgut Alforjas zählt außerdem die Kapelle l’Ermita de Sant Antoni.

Les Borges del Camp

Les Borges del Camp ist ein kleines, aber lebendiges Dorf in der Nähe der Modernismus-Stadt Reus. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die im Barockstil gehaltene Pfarrkirche l’Assumpció de la Mare de Déu. Die ursprünglich mit drei Heiligenfiguren geschmückte Fassade wurde 1936 zerstört. Heute zieren fünf Heiligenstatuen aus der Künstlerwerkstatt von Ramon Ferran i Pagès in Reus die Fassade, die 1996 eingeweiht wurde: Sant Anton, Sant Josep, die Gottesmutter und zwei Engel. Die Glocken der Kirche rufen je nach Anlass mit 14 unterschiedlichen Klängen die Bewohner des Dorfes zur Messe.   Ebenfalls sehenswert ist die im modernistischen Stil erbaute Kapelle Ermita de la Mare de Déu de la Riera und die vielen in unterschiedlichen Stilen gehaltenen Brunnen des Dorfes.

Botarell

Das kleine Dorf Botarell wird das erste Mal im Jahr 1153 schriftlich erwähnt, vermutlich ist es jedoch noch älter und seine Ursprünge gehen auf ein maurisches Landgut zurück. Die Pfarrkirche Sant Llorenç  wurde zwischen 1617 und 1622 erbaut und ist im Renaissance-Stil gehalten. Von den Altarbildern ist keines mehr erhalten, da alle im Schreckensjahr 1936 zerstört wurden. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste der alten Burg von Botarell, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Interessant sind außerdem einige masías, die tyischen Landhäuser der Gegend, insbesondere die Mas d’en Perdiz, die vom modernistischen Architekten Joan Rubió i Bellver restauriert wurde.

Montbrió del Camp


Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirche Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

Montbrió del Camp © Ferran Llorens

 

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Route 7: Cambrils – La Selva – Alforja – Montbrió del Camp – Cambrils

Wir beginnen die Route mit einem sanften, aber progressiven Anstieg bis zum Dorf Vilaplana, von wo aus wir die Auffahrt zum Pass Coll de La Batalla auf der Westseite des Berges beginnen werden. Angekommen in La Selva del Camp, nehmen wir die lange Auffahrt bis zur malerischen Gemeinde l’Albiol in Angriff. Dort können wir eine außergewöhnliche Aussicht auf die gesamte Küste genießen. Weiter geht die Auffahrt bis zu la Mussara auf der Südseite der Bergkette la Serra de La Mussara. Dabei können wir unentwegt das spektakuläre Panorama der Costa Daurada betrachten. Schließlich erreichen wir das antike Militärlager Los Castillejos.  Auf einer Streckenlänge von fast 15 km befanden wir uns nun auf einer Höhe von ca. 1000 m. Von Los Castillejos aus beginnt nun aber eine rasche Abfahrt bis nach Alforja. Durch die Region Baix Camp und weiterhin in stetiger Abfahrt kehren wir nach Cambrils zurück und lassen die Bergkette der Serra de  La Mussara hinter uns.

 

Riudoms

Die Kleinstadt Riudoms liegt in der Provinz Baix Camp etwa  5km von Reus entfernt. Als Geburtsort Antoni Gaudís, dessen Familie hier einen großen Gutshof besaß, hat die Landschaft  und die Lebensart  Riudoms zweifellos das Werk des großen katalanischen Architekten beeinflusst.  Gaudí kam häufig hierher, um auszuruhen, mit den Freunden aus der Kindheit zu plauschen und vor allem um in der umgebenden Naturlandschaft  Ruhe und Inspiration zu finden. Das Geburtshaus Gaudís ist allerdings nur nach Voranmeldung zu besichtigen, Infos dazu (auf Katalanisch) finden Sie hier.  Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Pfarrkirche l’Església Parroquial de Sant Jaume, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. Um den Kirchplatz herum sind einige alte Arkaden erhalten, im gesamten Städtchen finden sich unterschiedlichte Beispiele typisch katalanischer Architektur aus verschiedenen Epochen, seien es sehr alte Häuser, typische Herrenhäuser oder solche im modernistischen Stil.

Les Borges del Camp

Les Borges del Camp ist ein kleines, aber lebendiges Dorf in der Nähe der Modernismus-Stadt Reus. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die im Barockstil gehaltene Pfarrkirche l’Assumpció de la Mare de Déu. Die ursprünglich mit drei Heiligenfiguren geschmückte Fassade wurde 1936 zerstört. Heute zieren fünf Heiligenstatuen aus der Künstlerwerkstatt von Ramon Ferran i Pagès in Reus die Fassade, die 1996 eingeweiht wurde: Sant Anton, Sant Josep, die Gottesmutter und zwei Engel. Die Glocken der Kirche rufen je nach Anlass mit 14 unterschiedlichen Klängen die Bewohner des Dorfes zur Messe.   Ebenfalls sehenswert ist die im modernistischen Stil erbaute Kapelle Ermita de la Mare de Déu de la Riera und die vielen in unterschiedlichen Stilen gehaltenen Brunnen des Dorfes.

Les Borges del Camp © Angela Llop

Vilaplana

Umgeben von malerischer Landschaft schmiegt sich Vilaplana an den Südhang der Sierra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die mit einer Barockfassade geschmückte Pfarrkirche Església Parroquial de la Nativitat de la Mare de Déu, die 1739 eingeweiht wurde. Im inneren ist ein Bildnis der Heiligen Jungfrau aus der Epoche der Romanik erhalten, in der Fassade befindet sich eine gotische Marienfigur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das befestigte Landgut Mas del Morenet, das aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt sowie die im Gemeindegebiet befindlichen Höhlenmalereien, die als Teil „Höhlenmalereien des Mittelmeerraumes“ zum Weltkulturerbe gehören.

La  Selva del Camp

Mit historischem Charme und einer Menge Charakter bezaubert La Selva del Camp, einst Residenz des Bischofs von Tarragona, seine Besucher. Vom ehemaligen Festungscharakter des Ortes erzählt die aufwendig restaurierte Burg  aus dem 12. Jahrhundert ebenso wie die erhalten gebliebenen Teile der Stadtmauer und einige Türme aus dem 18. Jahrhundert. Die im Renaissance-Stil erbaute Kirche L´Església de Sant Andreu Apòstol beeindruckt mit der Monumentalität ihrer fünf Schiffe. Ebenfalls unbedingt einen Besuch wert sind der Konvent Sant Rafael und der ehemalige Konvent Sant Agustí. Dieser fungiert heute als Diözesanhaus, in dem ein aufwendig im Renaissance-Stil gestalteter Kreuzgang erhalten ist.  Eine Besonderheitdes Dorfes, die man sich unbedingt aus der Nähe anschauen sollte, sind die Escorralons gennanten, extrem schmalen Gassen, die bei Regen Wasserkanälen gleichen.

L’Albiol

Das Dorf l’Albiol liegt im Landkreis Baix Camp im Gebirge der Muntanyes de Prades auf einem Hügel. Ursprünglich stand hier die mächtige Burg von l’Albiol, deren Ruinen in Teilen erhalten und zu besichtigen sind, das heutige Dorf l’Albiol wurde wesentlich später erbaut. Die einschiffige Kirche aus soliden Quadersteinen  l’Església parroquial de Sant Miquel und das Pfarramt stammen beide aus dem 18. Jahrhundert. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten l’Albiols gehören neben der Burgruine die Villa Urrutia. Mit einem aufwendigen Mix von Materialien und Formen repräsentiert sie beispielhaft die Ästhetik modernistischer Architektur – und bezaubert mit ihren romantischen Gärten. Immer einen Besuch wert sind auch die typisch katalanischen Gutshöfe, wie zum Beispiel Mas de Baiget oder Mas de Barberà.

Sant Miquel de l’Albiol © Angela Llop

Alforja

Alforja liegt auf einem Hügel in der Mitte eines Tales zwischen den Gebirgszügen des Priorat und der Serra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Sehenswert ist hier vor allem die hübsche Pfarrkirche Sant Miquel mit dem schlanken Glockenturm, die 1637 eingeweiht wurde. Von der langen Geschichte des Dorfes erzählen auch die Reste der Stadtmauern und der ehemaligen Burg von Alforja. Für die Bewohner Alforjas ist das Heiligtum der Virgen de Puigcerver seit jeher ein religiöser Anziehungspunkt. Das heute bestehende Gebäude wurde nach dem Bürgerkrieg neu errichtet und ist nicht von besonderem architektonischen Interesse, hält jedoch das Gedenken an das ursprüngliche Heiligtum aus dem 13. Jahrhundet aufrecht. Zum religiösen Kulturgut Alforjas zählt außerdem die Kapelle l’Ermita de Sant Antoni.

Botarell

Das kleine Dorf Botarell wird das erste Mal im Jahr 1153 schriftlich erwähnt, vermutlich ist es jedoch noch älter und seine Ursprünge gehen auf ein maurisches Landgut zurück. Die Pfarrkirche Sant Llorenç  wurde zwischen 1617 und 1622 erbaut und ist im Renaissance-Stil gehalten. Von den Altarbildern ist keines mehr erhalten, da alle im Schreckensjahr 1936 zerstört wurden. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste der alten Burg von Botarell, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Interessant sind außerdem einige masías, die tyischen Landhäuser der Gegend, insbesondere di Mas d’en Perdiz, die vom modernistischen Architekten Joan Rubió i Bellver restauriert wurde.

Montbrió del Camp


Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirche Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

 

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Route 6: Cambrils – Falset – Porrera – Cambrils

Diese Route eignet sich hervorragend, um sich an der schönen Landschaft des Priorats zu erfreuen. Angenehme, kurvenreiche Straßen mit konstanten Höhenunterschieden, eingebettet in eine Landschaft von Weinbergen. Die Kilometer „verradeln“ sich hier wie im Flug. Die Landschaft verändert sich ständig und die Nähe zwischen den Dörfern macht die Strecke zu einem Erlebnis. Im Herbst nach der Weinlese legt sich der Duft frisch gepresster Weintrauben über die ganze Region. Auf der Spitze in la Teixeta angekommen, lässt uns die Abfahrt bis zum Stausee von Riudecanyes den Rausch der Geschwindigkeit spüren. Nun bleibt uns nur noch ein angenehmes Stück bis wir unser Ziel Cambrils erreichen.

 

Mont-roig del Camp

Die Gemeinde Mont-roig del Camp setzt sich zusammen aus dem Küstenort Miami Platja und der historischen Stadt Mont-roig del Camp im Landesinneren. Zwischen dem Gebirgszug der Serra de Colldejou und dem Mittelmeer gelegen, ist diese ein Zentrum des Nuss- und Olivenanbaus. Darüber hinaus ist Mont-roig del Camp die Geburtstadt des Malers Joan Miró, der hier einige seiner bedeutendsten Werke geschaffen hat. Dem entsprechend ist von den zwei Kirchen der Stadt eine inzwischen zum Kulturzentrum Centre Miró umgebaut worden, das die Besucher nun über Leben und Schaffen des Künstlers informiert.
Die neuere Kirche von Mont-roig stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird wegen ihrer Größe auch als „Kathedrale von Baix-Camp“ bezeichnet. Einige Kilometer abseits des Städtchens  liegt auf einem Felsen das Heiligtum Ermita de la Mare de Deu de la Roca aus dem 13. Jahrhundert. Von dem ehemaligen Kloster aus eröffnet sich ein schöner Blick auf Mont-roig del Camp, Mont-Roig Bahia und die Gemeinden der Küste.

Ermita de la Roca (Mont-roig)-andoni epelde (Pedalier)

Ermita de la Roca (Mont-roig)-andoni epelde (Pedalier)

Colldejou

Colldejou ist eines jener winzigen Dörfer Kataloniens, das sich seine Stille und Ursprünglichkeit bewahrt hat. Umgeben von Wäldern und Weiden liegt es auf 431m  Höhe am Fuße der Gebirgskette Mola de Colldejou in der Region Baix Camp. Der einzige Zugang zum Dorf ist die Landstraße von Montroig nach La Torre de Fontaubella. Die Sehenswürdigkeiten von Colldejou sind die Pfarrkirche Sant Llorenç mit ihrem achteckigen Turm,  die Kapelle der Mare de Déu de les Malalties und die Mas de Marinyà. Das Dorf verfügt außerdem über zwei für Radsportler interessante touristische Einrichtungen:  Bar-Restaurant EL CASAL (Tel. 977837240), Hotel Aire (Tel. 977054921).

La Torre de Fontaubella

Im äußersten Südosten der Region Priorat und bereits an der Grenze zum Baix Camp liegt das Dorf La Torre de Fontaubella auf 369m Höhe in der Nähe des Baches Marça. Wichtigste Sehenswürdigkeit des Dorfes ist die einschiffige Kirche Església de la Nativitat de Santa Maria aus dem 18. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste des zehn Meter hohen Turmes Torre de Rafolí, der vermutlich aus maurischer Zeit stammt. Tipp: Die lokale gastronomische Spezialität sind Bohnen mit Schnecken begleitet von einem guten Glas DO Montsant.

Falset

Falset liegt im Herzen des Priorat am Fuße der Serra del Montsant. Das Dorf ist berühmt für seine Weine, die aufgrund des speziellen Mikroklimas und der kargen Böden besonders reiche und charakteristische Aromen ausbilden. Die von César Marinell im modernistischen Stil erbaute Kellerei von Falset zählt als „Kathedrale des Weins“ zweifellos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von des Dorfes.  Auch die Burg Castell de Falset aus dem 12. Jahrhundert ist unbedingt einen Besuch wert. Man sagt, dass zwei der bedeutendsten katalanischen Frauen des Mittelalters hier geboren wurden: Leonor de Prades, Königin von Zypern und Jerusalem (1333-1416) und Margarita de Prades, Königin von Aragon und letzte katalanische Königin (1487-1529). Heute beherbergt die komplett restaurierte Burg das Landesarchiv des Priorat und das Weinmuseum Castell del Vi, in dem der Gast viel über die Geheimnisse dieser besonderen Weinbauregion lernen kann.

Gratallops

Gratallops ist ein bezauberndes 250-Seelen Dorf mit vier Restaurants, zwei Hotels, einer Bäckerei, zwei Lebensmittelläden, einem Keramikladen und einem fliegenden Gemüse- und Fischmarkt. Das Juwel der dörflichen Infrastruktur ist jedoch das wunderbar gelegene Freibad. Unter den touristischen Attraktionen ist die atemberaubend schöne Landschaft mit den terrassenartig angelegten Weingärten besonders erwähnenswert. Darüber hinaus zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Dorfes die Pfarrkirche Església de Sant Llorenç aus dem 18. Jahrhundert, La Casa dels Frares, die ehemalige Residenz der Mönche von L’Escaladei mit einem Portal im Renaissance-Stil und die Kapelle L’Ermita de la Mare de Déu de la Consolació (12.-14.Jh.), die ein religiöser Referenzpunkt für die Bewohner des Priorats  ist. Im Zentrum der prestigeträchtigen Weinregion Priorat gelegen, beherbergt Gratallops außerdem mehrere bedeutende Weinkeller.

Costa Daurada - Gratallops © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Costa Daurada – Gratallops © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Torroja del Priorat

Das Dorf Torroja del Priorat liegt auf einem Hügel im Tal des Siurana-Flusses. Als eine typische Ortschaft des Priorats  widmet sich Torroja in erster Linie dem Weinbau, dessen excellente Erzeugnisse das Gütesiegel DOC Priorat tragen.  Den besonderen  Reiz Torrojas machen vor allem die kopfsteingepflasterten, steilen Gässchen aus, deren besondere Atmosphäre allein bereits einen Zwischenstop hier rechtfertigen. Darüber hinaus ist die Pfarrkirche l’Església parroquial de Sant Miquel einen Besuch wert. Diese wurde zwischen 1766 und 1767 im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen erbaut und beherbergt eine Orgel im romantisch-französischen Stil mit katalanischen Elementen. Um 1800 vom französischen Landsmann Joan Pere Cabaille erbaut, wurde die Orgel in den letzten Jahren restauriert und zählt nun zu den Sehenswürdigkeiten Torrojas. Ebenfalls sehenswert: Die traditionellen Gutshäuser aus dem 19. Jahrhundert, insbesondere die beeindruckend große Cal Comte.

Porrera


Bis ins 12. Jahrhundert hinein lässt sich die Geschichte Porreras zurückverfolgen, seine Glanzzeit hatte das Dorf jedoch im 18. und 19. Jahrhundert. Davon zeugen die prächtigen Herrenhäuser jener 16 Familien, die damals das Dorf beherrschten, aber auch die vielen Sonnenuhren unterschiedlichsten Designs, die hier zwischen 1840 und 1880 entstanden.  Das bedeutendste Bauwerk Porreras ist wohl die Pfarrkirche Sant Joan Evangelista im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen. Ebenfalls sehenswert ist die Einsiedelei Ermita de Sant Antoni Abat. Porrera bietet zwei geführte Ortsbesichtigungen an. Die erste trägt den Titel Tomb de Porrera und führt in 45 Minuten zu den geschichtsträchtigen Plätzen des Dorfes als einem der typischen Vertreter der Weinregion Priorat DOQ und ihrer Kultur. Die zweite ist den 14 unterschiedlichen Sonnenuhren  des Dorfes und ihrer Geschichte gewidmet. Mit seinen feinen regionalen Köstlichkeiten verführt Porrera einerseits zum genussvollen Shoppen andererseits zu weinlastigen Pausen in den hiesigen Bars und Cafés.

Duesaigües

Duesaigües im Baix Camp liegt am Fuße der Serra de l’Argentera i de Pradell zwischen zwei Schluchten. Diese werden von zwei großen Eisenbahnbrücken überspannt, die als Wahrzeichen der Region gelten. Eine von ihnen trägt sogar den Status Industrie-Kulturerbe. Sehenswürdig ist außerdem die Pfarrkirche Santa Maria im Renaissance-Stil, die ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt, jedoch später ausgiebig restauriert wurde. In den letzten Jahren hat sich Duesaigües zu einem beliebten Sommerurlaubsort entwickelt, der mit wunderbaren Wandermöglichkeiten im Gebirge und gleichzeitiger Nähe zum Mittelmeer punktet.

Ruidecanyes und Castell d‘Escornalbou

Das von Olivenfeldern umgebene Ruidecanyes liegt im Landkreis Baix Camp an einem Stausee unterhalb der Burg Castell d’Escornalbou. Ruidecanyes ist bekannt für seine feine Gastronomie, in der das regionale Olivenöl eine zentrale Rolle spielt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört weiterhin die Renaissancekirche Eclésia de Sant Mateu de Riudecanyes und das oberhalb des Dorfes gelegene, ehemalige Burgkloster Sant Miguel d’Escornalbou, welches im 12. Und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Als Zentrum einer großen Baronie war das Kloster lange von Augustiner-Mönchen bewohnt, ab dem 15. Jahrhundert dann von Franziskanern. 1835 kam es zur Säkularisierung, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es restauriert und bietet nun den Besuchern die Möglichkeit, die vielen Geheimnisse des geschichtsträchtigen Ortes zu erkunden

Castell d'Escornalbou

Castell d’Escornalbou

Montbrió del Camp

Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirch Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

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Route 5: Cambrils: Route der 6 Pässe

Diese sehr anspruchsvolle Route erstreckt sich über die Landkreise Tarragonès, Alt Camp, Baix Camp und Priorat und stellt ab dem km 50 bis zum km 120 ein kontinuierliches auf und ab dar. Die Pässe von Batalla, Alforja, Arbolí, La Morera, Porrera und Teixeta und der positive Gesamthöhenunterschied von mehr als 3000 Metern, verlangen ihren Radsportlern ein hohes Maß an Beinarbeit ab und befriedigen gerade jene Bedürfnisse der Bergstreckenfreunde unter den Radfahrern.

Der Anspruch der Route verwandelt sich jedoch in ein reines Spektakel fantastischer Aussichten, die wir während der Abfahrt von Arbolí und von der Gemeinde La Morera de Montsant, am Fuße der Gebirgskette Serra del Montsant gelegen, vorfinden. Ein authentisches Geschenk für die Augen, welches uns das gesamte Priorat bis hin zu den Pässen von Tortosa-Beseit beschert. Die Abfahrt bis nach Escala-Dei ist Schwindel erregend, hier lohnt sich eine langsame Abfahrt, um Cartoixa zu besichtigen. Uns bleiben noch 2 weitere Pässe (Porrera und Teixeta), um den Rückweg anzutreten, der die Abfahrt bis nach Cambrils darstellt.

 

Salou

Die ersten Sommerurlauber entdeckten den Reiz des Fischerortes Salou an der Costa Daurada bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist Salou mit seinen breiten Strände und feinsandigen Buchten ein touristischer Referenzpunkt der Costa Daurada. Seine Beliebtheit verdankt er unter anderem der attraktiven Lage im Schutze des Cabo de Salou und in unmittelbarer Nähe zur Provinzhauptstadt Tarragona, sicherlich jedoch auch seiner landschaftlichen Schönheit und einer hervorragenden Gastronomie.
Salous breites Angebot an Strand- und wassersportlichen Aktivitäten wird ergänzt durch die zahlreichen Möglichkeiten des Sporthafens, der unbedingt einen Besuch wert ist. Das lebendige Herz des Ortes bildet die Promenade Passeig de Les Palmeres mit einigen schönen Jugendstilbauten, wie zum Beispiel dem Torre de Cal Bonet und einem König Jakob I gewidmeten Denkmal. Weitere Sehenwürdigkeiten sind die Torre Vella, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das nun als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt wird und die seit kurzem restaurierte alte Bahnstation. Einen Besuch wert ist auch der Leuchtturm von Salou, der über den wunderbaren Küstenweg Camí de Ronda zu erreichen ist. Der 1858 eingeweihte Leuchtturm ist bis heute in Betrieb, jedoch tagsüber für Besucher geöffnet ist. Mit dem etwas außerhalb gelegenen Freizeitpark Universal’s Port Aventura zählt Salou auch einen der größten Themenparks Spaniens zu seinen Attraktionen.

Tarragona

Tarragona, UNESCO Welterbe-Stadt und einst das „Kleine Rom“ der Iberischen Halbinsel, fasziniert mit der sagenhaften Vielfalt seiner historischen Mauern und Monumente. Vom antiken Amphitheater über den Römischen Circus, dessen VIP-Lounge heute Teil einer Pizzeria im Part Alta-Viertel ist, über die mächtige Kathedrale mit der wunderbaren Rosette, das typische Fischerviertel El Serrallo und den berühmten Aussichtspunkt „Balkon zum Mittelmeer“, reicht die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Und das ist erst der Anfang…

Tarragona © Imagen M.A.S

La Secuita

Nur 11km von Tarragona entfernt, liegt La Secuita auf einer Höhe von gut 170m zwischen Olivenbäumen und Weinfeldern. Die Gemeinde setzt sich aus vier Dorfkernen zusammen: Vistabella, Les Gunyoles, L’Argilaga und La Secuita, die auf der Route Ruta dels quatre pobles erkundet werden können. Die wohl  wichtigste Sehenswürdigkeiten der Gemeinde ist die Pfarrkirche Santa María de la Secuita an der Plaça Major. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelalter, wurde jedoch kontinuierlich umgebaut. Heute verfügt Santa María de la Secuita über drei Kirchenschiffe aus drei unterschiedlichen Epochen, von denen das älteste Mittlere im gotischen Stil gebaut ist. Gotische Elemente finden sich auch an der Casa Mallafré mit dem Portal aus Quadersteinen und dem Landgut Caserío de la Tallada mit aus Spitzbögen geformten Arkaden. In l’Argilaga ist die Kirche Sant Roc und die Casa de los Frailes einen Besuch wert. Ein echtes Schmuckstück ist die vom Architekten Josep M.Jujol entworfenen Kirche von Vistabella.

El Morell


Wichtigste Sehenswürdigkeit von El Morell  ist die Pfarrkirche Sant Martí im spätbarocken Stil, die Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses errichtet wurde.  Die zweite Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Schloss Castell Morell, das im 18. Jahrhundert komplett neu errichtet wurde, da das ursprüngliche Schloss zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ruine war.

La  Selva del Camp

Mit historischem Charme und einer Menge Charakter bezaubert La Selva del Camp, einst Residenz des Bischofs von Tarragona, seine Besucher. Vom ehemaligen Festungscharakter des Ortes erzählt die aufwendig restaurierte Burg  aus dem 12. Jahrhundert ebenso wie die erhalten gebliebenen Teile der Stadtmauer und einige Türme aus dem 18. Jahrhundert. Die im Renaissance-Stil erbaute Kirche L´Església de Sant Andreu Apòstol beeindruckt mit der Monumentalität ihrer fünf Schiffe. Ebenfalls unbedingt einen Besuch wert sind der Konvent Sant Rafael und der ehemalige Konvent Sant Agustín. Dieser fungiert heute als Diözesanhaus, in dem ein aufwendig im Renaissance-Stil gestalteter Kreuzgang erhalten ist.  Eine Besonderheitdes Dorfes, die man sich unbedingt aus der Nähe anschauen sollte, sind die Escorralons gennanten, extrem schmalen Gassen, die bei Regen Wasserkanälen gleichen.

Vilaplana

Umgeben von malerischer Landschaft schmiegt sich Vilaplana an den Südhang der Sierra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die mit einer Barockfassade geschmückte Pfarrkirche Església Parroquial de la Nativitat de la Mare de Déu, die 1739 eingeweiht wurde. Im Inneren ist ein Bildnis der Heiligen Jungfrau aus der Epoche der Romanik erhalten, in der Fassade befindet sich eine gotische Marienfigur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das befestigte Landgut Mas del Morenet, das aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt sowie die im Gemeindegebiet befindlichen Höhlenmalereien, die als Teil der „Höhlenmalereien des Mittelmeerraumes“ zum Weltkulturerbe gehören.

Alforja

Alforja liegt auf einem Hügel in der Mitte eines Tales zwischen den Gebirgszügen des Priorat und der Serra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Sehenswert ist hier vor allem die hübsche Pfarrkirche Sant Miquel mit dem schlanken Glockenturm, die 1637 eingeweiht wurde. Von der langen Geschichte des Dorfes erzählen auch die Reste der Stadtmauern und der ehemaligen Burg von Alforja. Für die Bewohner Alforjas ist das Heiligtum der Virgen de Puigcerver seit jeher ein religiöser Anziehungspunkt. Das heute bestehende Gebäude wurde nach dem Bürgerkrieg neu errichtet und ist nicht von besonderem architektonischen Interesse, hält jedoch das Gedenken an das ursprüngliche Heiligtum aus dem 13. Jahrhundet aufrecht. Zum religiösen Kulturgut Alforjas zählt außerdem die Kapelle l’Ermita de Sant Antoni.

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Arbolí

Im Nordosten der Muntanyes de Prades liegt auf einer Höhe von 714 Metern das Dörfchen Arbolí. Das bemerkenswerteste Gebäude des Dorfes ist sicherlich die dreischiffige Kirche l’Esglesia de Sant Andreu im neoklassizistischen Stil. Sie wurde 1936 zu Beginn des Bürgerkrieges in Brand gesetzt, das ehemalige Pfarramt dient heute Berghütte. Oberhalb des Dorfes liegt die Kapelle l’Ermita de Sant Pau, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt und vor kurzem restauriert wurde.

Cornudella de Montsant

Cornudella de Montsant liegt im Landkreis Priorat unterhalb der Gebirgszüge von Montsant und Muntanyes de Prades. Da die ursprünglich eigenständigen Orte Arbolí und Siurana de Prades im 19. und 20. Jahrhundert eingemeindet wurden, ist Cornudella de Montsant heute eines der größten Gemeindegebietes des Priorat. Zu den Sehenswürdigkeite Cornudellas zählt insbesondere das Rathaus sowie das  Museu Peris Aragonés, eine private Stiftung von wertvollen Kunstobjekten aus aller Welt. Absolut unverzichtbar ist ein Abstecher nach Siurana de Prades: Eingebettet in eine Landschaft von dramatischer Schönheit krallen sich hier die Mauern einer einstigen maurischen Festung in schwindelerregender Höhe an ein Felsplateau. Atemlos fällt von hier aus der Blick in die Tiefe auf den Fluss Siurana. Er folgt dem unvergesslichen Sturz jener Maurenprinzessin, die es vorzog, sich mit ihrem Pferd in wildem Galopp in den Abgrund zu stürzen, anstatt zum Christentum zu konvertieren.

La Morera de Montsant

La Morera de Montsant liegt im Norden des Priorat unterhalb der Serra Mayor de Montsant. Berühmt ist das Dorf vor allem für seine excellenten, dem DOC Priorat zugehörigen, Weine. Zum Wein aus hiesiger Produktion wählt man zum Beispiel „Esqueixada“ de bacalao als regionaltypische Köstlichkeit. In Morera de Montsant, gilt es, einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken: Zum Beispiel die Pfarrkirche l’Esglesia de la Mare de Déu de la Nativitat, die ursprünglich Teil einer Abtei war und die Mas de Sant Blas, ein ehemaliges Nonnenkloster. Im Museum Centro de Interpretación del Castillo informieren multimediale Installationen den Besucher über Leben und Brauchtum in Morera de Montsant und die Beziehung des Dorfes zur Karthause Scala Dei. In der oberen Etage des Interpretationszentrum erwartet den Besucher ein kurzer und unterhaltsamer Spaziergang durch 800 Jahre Geschichte des Montsant  –  und ein herrlicher Blick auf die umgebenden Gebirgslandschaften.
Eine weitere Möglichkeit, der Geschichte Moreras auf die Spur zu kommen, ist der historische Stadtrundgang entlang der zwölf Informationstafeln, die uns noch einmal Geschichte, Tradition und Brauchtum des Ortes nahebringen.

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Escaladei

Zum Gemeindegebiet von Morera de Montsant gehört auch das Dorf Escaladei, mit dem ehemaligen Karthäuserkloster Cartoixa de Santa Maria d’Escaladei, die als das bedeutendste historische Monument der Region gilt und derzeit zum Museu de Historia de Catalunya gehört. Es wurde im 12. Jahrhundert als erstes Karthäuserkloster von Alfonso el Casto (Alfons dem Keuschen) gegründet und bis ins 19. Jahrhundert kontinuierlich erweitert. Die umgebenden Ländereien als Herrschaftsgebiete des Priors von Escaladei erhielten damals den Namen Priorat, der sich schließlich auf den gesamten Landkreis ausweitete. Mit der Säkularisierung im Jahr 1835 schwand die Macht Escaladeis und die Mönche mussten das Kloster verlassen. Wer das Kloster besichtigt, kann sich anhand eines Filmes über die Geschichte des Ortes informieren und anhand verschiedener originalgetreuer Modelle die architektonische Entwicklung im Laufe der Jahrhundert nachverfolgen.

Poboleda

Poboleda liegt im Tal des Siurana am Fuße des Montsant-Gebirges im Herzen des Priorat. Die große Kirche des Dorfes aus dem 18. Jahrhundert,  L’Església de Sant Pere, wird auch als die Kathedrale des Priorat bezeichnet. Östlich des Dorfes an der Quelle liegen am Fluss Siurana die Reste einer alten Mühle: Molí dels Frares o Molí Draper, die ursprünglich Eigentum des Karthäuserklosters Scala Dei waren. Ebenfalls sehenswert sind der Brunnen Fuente de Mingot, die Einsiedelei von Maria Assumpta, das Rathaus sowie die Casa de los Frailes. Darüber hinaus kann man hier mehrere im Familienbetrieb geführt Bodegas besuchen und hervorragende Weine aus lokaler Produktion genießen.

Porrera

Bis ins 12. Jahrhundert hinein lässt sich die Geschichte Porreras zurückverfolgen, seine Glanzzeit hatte das Dorf jedoch im 18. und 19. Jahrhundert. Davon zeugen die prächtigen Herrenhäuser jener 16 Familien, die damals das Dorf beherrschten, aber auch die vielen Sonnenuhren unterschiedlichsten Designs, die hier zwischen 1840 und 1880 entstanden.  Das bedeutendste Bauwerk Porreras ist wohl die Pfarrkirche Sant Joan Evangelista im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen. Ebenfalls sehenswert ist die Einsiedelei Ermita de Sant Antoni Abat. Porrera bietet zwei geführte Ortsbesichtigungen an. Die erste trägt den Titel Tomb de Porrera und führt in 45 Minuten zu den geschichtsträchtigen Plätzen des Dorfes als einem der typischen Vertreter der Weinregion Priorat DOQ und ihrer Kultur. Die zweite ist den 14 unterschiedlichen Sonnenuhren  des Dorfes und ihrer Geschichte gewidmet. Mit seinen feinen regionalen Köstlichkeiten verführt Porrera einerseits zum genussvollen Shoppen andererseits zu weinlastigen Pausen in den hiesigen Bars und Cafés.

Duesaigües

Duesaigües im Baix Camp liegt am Fuße der Serra de l’Argentera i de Pradell zwischen zwei Schluchten. Diese werden von zwei großen Eisenbahnbrücken überspannt, die als Wahrzeichen der Region gelten. Eine von ihnen trägt sogar den Status Industrie-Kulturerbe. Sehenswürdig ist außerdem die Pfarrkirche Santa Maria im Renaissance-Stil, die ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt, jedoch später ausgiebig restauriert wurde. In den letzten Jahren hat sich Duesaigües zu einem beliebten Sommerurlaubsort entwickelt, der mit wunderbaren Wandermöglichkeiten im Gebirge und gleichzeitiger Nähe zum Mittelmeer punktet.

Ruidecanyes und Castell d‘Escornalbou

Das von Olivenfeldern umgebene Ruidecanyes liegt im Landkreis Baix Camp an einem Stausee unterhalb der Burg Castell d’Escornalbou. Ruidecanyes ist bekannt für seine feine Gastronomie, in der das regionale Olivenöl eine zentrale Rolle spielt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört weiterhin die Renaissancekirche Església de Sant Mateu de Riudecanyes und das oberhalb des Dorfes gelegene, ehemalige Burgkloster Sant Miguel d’Escornalbou, welches im 12. Und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Als Zentrum einer großen Baronie war das Kloster lange von Augustiner-Mönchen bewohnt, ab dem 15. Jahrhundert dann von Franziskanern. 1835 kam es zur Säkularisierung, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es restauriert und bietet nun den Besuchern die Möglichkeit, die vielen Geheimnisse des geschichtsträchtigen Ortes zu erkunden.

Montbrió del Camp


Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Cordillera Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirche Església del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

 

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Route 4: Cambrils: Meer und Gebirge

 

 

Mit spektakulären Aussichten führt diese Route durch die Regionen Priorat und Baix Camp. Wir starten in Cambrils in Richtung Montroig del Camp, wo wir den ersten Pass bis zum l’Alt de Colldejou meistern, der uns die Türen zum Priorat öffnet. Von hier aus starten wir eine schnelle Abfahrt bis nach Marçà und beginnen die Auffahrt des zweiten Passes von Falset bis zum Coll de Falset, mit spektakulären Aussichten vor dem Hintergrund Porreras. Von Porrera aus beginnen wir die Auffahrt nach La Teixeta, von wo aus wir eine vergnügsame Abfahrt nach Duesaigües haben werden. Wir kommen am Stausee von Riudecanyes vorbei und erreichen Montbrió del Camp. Von hier aus bleiben uns 20 km angenehmen Terrains bis nach Vila-Seca, um die Route mit ebenerdigen 6 km von Salou nach Cambrils abzuschließen.

RENNRAD-TOUR

Dauer (ungefähr):

–  bei 20 km/h: 5h 00 min

–  bei 25 km/h: 4h 00 min

–  bei 30 km/h: 3h 20 min

Zwischenziele: Montroig del Camp, Colldejou, Marça, Falset, Porrera, Duesaigües, Montbrio del Camp, Vila-Seca, Salou

Mont-roig del Camp

Die Gemeinde Mont-roig del Camp setzt sich zusammen aus dem Küstenort Miami Platja und der historischen Stadt Mont-roig del Camp im Landesinneren. Zwischen dem Gebirgszug der Serra de Colldejou und dem Mittelmeer gelegen, ist diese ein Zentrum des Nuss- und Olivenanbaus. Darüber hinaus ist Mont-roig del Camp die Geburtstadt des Malers Joan Miró, der hier einige seiner bedeutendsten Werke geschaffen hat. Dem entsprechend ist von den zwei Kirchen der Stadt eine inzwischen zum Kulturzentrum Centre Miró umgebaut worden, das die Besucher nun über Leben und Schaffen des Künstlers informiert.
Die neuere Kirche von Mont-roig stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird wegen ihrer Größe auch als „Kathedrale von Baix-Camp“ bezeichnet. Einige Kilometer abseits des Städtchens  liegt auf einem Felsen das Heiligtum Ermita de la Mare de Deu de la Roca aus dem 13. Jahrhundert. Von dem ehemaligen Kloster aus eröffnet sich ein schöner Blick auf Mont-roig del Camp, Mont-Roig Bahia und die Gemeinden der Küste.

Santuari de la Mare de Déu de la Roca, Mont-roig del Camp © Ferran Llorens

Santuari de la Mare de Déu de la Roca, Mont-roig del Camp © Ferran Llorens

Colldejou

Colldejou ist eines jener winzigen Dörfer Kataloniens, das sich seine Stille und Ursprünglichkeit bewahrt hat. Umgeben von Wäldern und Weiden liegt es auf 431m  Höhe am Fuße der Gebirgskette Mola de Colldejou in der Region Baix Camp. Der einzige Zugang zum Dorf ist die Landstraße von Montroig nach La Torre de Fontaubella. Die Sehenswürdigkeiten von Colldejou sind die Pfarrkirche Sant Llorenç mit ihrem achteckigen Turm,  die Kapelle der Mare de Déu de les Malalties und die Mas de Marinyà. Das Dorf verfügt außerdem über zwei für Radsportler interessante touristische Einrichtungen:  Bar-Restaurant EL CASAL (Tel. 977837240), Hotel Aire (Tel. 977054921).

Marçà

Marçà liegt auf einer Höhe von 315m am Fuße des Hügels Mil.loquera. Zu seinen Sehenswürdigkeiten gehört neben dem Rathaus die Kirche Eclésia de Santa Maria aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist im neoklassizistischen Stil erbaut, jedoch mit barocken Elementen durchsetzt. Der Glockenturm mit seinen vier Uhren stammt aus dem Jahr 1930. Das Stadtmuseum ist polythematisch aufgestellt und zeigt neben Skulpturen und Bildern auch archäologische Fundstücke. Ein Teil der Ausstellung ist auch dem regionalen Leben auf dem Lande gewidmet. Wer mag, schließt hier thematisch an mit der Besichtigung der typischen Landhäuser Mas d’en Crusat , Mas de Magrinyà , Mas d’en Figueras oder Mas Grande und vergegenwärtigt sich das Leben früher Zeiten bei der Besichtigung der öffentlichen Waschplätze bzw rentadors públics.

Falset

Falset liegt im Herzen des Priorat am Fuße der Serra del Montsant. Das Dorf ist berühmt für seine Weine, die aufgrund des speziellen Mikroklimas und der kargen Böden besonders reiche und charakteristische Aromen ausbilden. Die von César Marinell im modernistischen Stil erbaute Kellerei von Falset zählt als „Kathedrale des Weins“ zweifellos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von des Dorfes.  Auch die Burg Castell de Falset aus dem 12. Jahrhundert ist unbedingt einen Besuch wert. Man sagt, dass zwei der bedeutendsten katalanischen Frauen des Mittelalters hier geboren wurden: Leonor de Prades, Königin von Zypern und Jerusalem (1333-1416) und Margarita de Prades, Königin von Aragon und letzte katalanische Königin (1487-1529). Heute beherbergt die komplett restaurierte Burg das Landesarchiv des Priorat und das Weinmuseum Castell del Vi, in dem der Gast viel über die Geheimnisse dieser besonderen Weinbauregion lernen kann.

Falset © Maria Rosa Ferre

Falset © Maria Rosa Ferre

Porrera

Bis ins 12. Jahrhundert hinein lässt sich die Geschichte Porreras zurückverfolgen, seine Glanzzeit hatte das Dorf jedoch im 18. und 19. Jahrhundert. Davon zeugen die prächtigen Herrenhäuser jener 16 Familien, die damals das Dorf beherrschten, aber auch die vielen Sonnenuhren unterschiedlichsten Designs, die hier zwischen 1840 und 1880 entstanden.  Das bedeutendste Bauwerk Porreras ist wohl die Pfarrkirche Sant Joan Evangelista im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen. Ebenfalls sehenswert ist die Einsiedelei Ermita de Sant Antoni Abat. Porrera bietet zwei geführte Ortsbesichtigungen an. Die erste trägt den Titel Tomb de Porrera und führt in 45 Minuten zu den geschichtsträchtigen Plätzen des Dorfes als einem der typischen Vertreter der Weinregion Priorat DOQ und ihrer Kultur. Die zweite ist den 14 unterschiedlichen Sonnenuhren  des Dorfes und ihrer Geschichte gewidmet. Mit seinen feinen regionalen Köstlichkeiten verführt Porrera einerseits zum genussvollen Shoppen andererseits zu weinlastigen Pausen in den hiesigen Bars und Cafés.

Duesaigües

Duesaigües im Baix Camp liegt am Fuße der Serra de l’Argentera i de Pradell zwischen zwei Schluchten. Diese werden von zwei großen Eisenbahnbrücken überspannt, die als Wahrzeichen der Region gelten. Eine von ihnen trägt sogar den Status Industrie-Kulturerbe. Sehenswürdig ist außerdem die Pfarrkirche Santa Maria im Renaissance-Stil, die ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt, jedoch später ausgiebig restauriert wurde. In den letzten Jahren hat sich Duesaigües zu einem beliebten Sommerurlaubsort entwickelt, der mit wunderbaren Wandermöglichkeiten im Gebirge und gleichzeitiger Nähe zum Mittelmeer punktet.

Montbrió del Camp


Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirche Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

Vila-Seca

Vila-Seca mit dem Strand La Pineda ist einer der typischen attraktiven Strandurlaubsorte der Costa Daurada. Der weitgestreckte schöne Strand eignet sich perfekt für entspannte Urlaubstage mit der Familie, darüber hinaus gibt es in Vila-Seca auch noch einige interessante Monumente zu entdecken. Da ist die 800jährige Kirche Sant Esteve mit ihrem zierlichen Glockenturm und das ebenso alte Tor von Sant Antoni in der alten Stadtmauer. Auch das Schloss Castell de Vila-Seca, das in Teilen vermutlich schon zu römischer Zeit erbaut wurde, ist eine Besichtigung wert. Wesentlich jünger, aber nicht weniger interessant  ist die dreischiffige Bodega Celler de la Cooperativa, Werk des bekannten Architekten Pere Domènech i Roure.

Salou


Die ersten Sommerurlauber entdeckten den Reiz des Fischerortes Salou an der Costa Daurada bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist Salou mit seinen breiten Strände und feinsandigen Buchten ein touristischer Referenzpunkt der Costa Daurada. Seine Beliebtheit verdankt er unter anderem der attraktiven Lage im Schutze des Cap de Salou und in unmittelbarer Nähe zur Provinzhauptstadt Tarragona, sicherlich jedoch auch seiner landschaftlichen Schönheit und einer hervorragenden Gastronomie.
Salous breites Angebot an Strand- und wassersportlichen Aktivitäten wird ergänzt durch die zahlreichen Möglichkeiten des Sporthafens, der unbedingt einen Besuch wert ist. Das lebendige Herz des Ortes bildet die Promenade Passeig de Les Palmeres mit einigen schönen Jugendstilbauten, wie zum Beispiel dem Torre de Cal Bonet und einem König Jakob I gewidmeten Denkmal. Weitere Sehenwürdigkeiten sind die Torre Vella, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das nun als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt wird und die seit kurzem restaurierte alte Bahnstation. Einen Besuch wert ist auch der Leuchtturm von Salou, der über den wunderbaren Küstenweg Camino de Ronda zu erreichen ist. Der 1858 eingeweihte Leuchtturm ist bis heute in Betrieb, jedoch tagsüber für Besucher geöffnet ist. Mit dem etwas außerhalb gelegenen Freizeitpark Universal’s Port Aventura zählt Salou auch einen der größten Themenparks Spaniens zu seinen Attraktionen.