Alle Beiträge von Catalan Tourist Board Team

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DO Alella – Klein aber fein!

15 Kilometer von Barcelona entfernt liegt die DO Alella herrlich eingebettet zwischen der Küstenlandschaft des Maresme und den Bergen des Hinterlandes im Vallès Oriental. Wer einen Citytrip nach Barcelona mit einem weintouristischen Erlebnis der besonderen Art verbinden möchte, der ist hier genau an der richtigen Adresse. Die DO Alella darf sich rühmen, nicht nur eine der ältesten Weinregionen Kataloniens zu sein, sie ist auch das kleinste der zwölf Weinbaugebiete mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Dessen berühmteste Repräsentanten sind Weißweine auf der Basis der Reben xarel.lo, garnatxa blanca und picapoll, was jedoch keinesfalls Anlass sein sollte, die wunderbaren Crianza-Rotweine auf Basis der ull de llebre unbeachtet zu lassen.

Alta Alella © Turismo Verde S.L

Öko & Unvergesslich genussvoll!

Nach dem Motto „klein aber fein“ produzieren hier acht Bodegas hochkarätige Weine und legen dabei größten Wert auf eine ökologische Anbauweise. Das Anbaugebiet erstreckt sich über wenig mehr als 300 Hektar – das önotouristische Angebot kann sich aber ohne Weiteres mit den „Großen“ unter den Weinregionen Kataloniens messen. Den Höhepunkt im weintouristischen Kalender der DO Alella bildet die Weinwoche Ende September, ein buntes Kaleidoskop genussvoller Aktivitäten rund um den Wein: Führungen durch die Bodegas, Weinproben, legendäre maridatges de xocolata (neudeutsch: wine&chocolate-fusion), Segway-Touren durch die Weinberge, Theater, Poesie, Kino und Fotografie – alles, was man genießen kann, verbindet sich hier zu einem sinnlichen Reigen rund um Wein und Reben.

Alella © Turismo Verde S.L

Unsere Tipps:

In Alella sollte man der Bodega Alella Vinícola einen Besuch abstatten, ein beeindruckendes modernistisches Bauwerk, das von Jeroni Martorell errichtet wurde. Ebenfalls sehenswert: La Torre del Gobernador als Teil der Escoles Píes. Mit der Casa Benéfica von Gaietà Buïgas, die heute als Seniorenresidenz fungiert, hat auch el Masnou ein beeindruckendes Gebäude im modernistischen Stil vorzuweisen. Eine malerische mittelalterliche Burg ist die wichtigste Sehenswürdigkeit von Vilassar de Dalt und in Tiana wartet mit der Cartoixa de Montalegre ein 1415 gegründetes Kartäuser-Kloster auf interessierte Besucher. Wer Wein und Landschaft gerne aus historischer Perspektive unter die Lupe nimmt, dem sei ein Besuch im Parc Arqueològic Cella Vinaria de Vallmora ans Herz gelegt, der dem Besucher faszinierende Einblicke in den römischen Weinbau der Region zwischen 100 v.Chr. – 500 n.Chr. ermöglicht. Und auch wer einfach wandern und in der Natur sein möchte, ist hier genau richtig: Im Naturpark Serralada Litoral werden geführte Touren zu Natur und Kultur des Landstrichs angeboten, zu Dolmen und auf den Spuren von Banditen. Aber natürlich können Sie den Naturpark auch auf eigene Faust erkunden. – Wenn Sie also wieder einmal in Barcelona sind, vergessen Sie nicht einen weintouristischen Abstecher in die DO-Alella einzuplanen.

Torre del Governador © Turismo Verde S.L

Info:

Consorci DO Alellawww.doalella.cat

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DO Costers del Segre

Costers del Segre lautet die geschützte Ursprungsbezeichnung der Weine, die in der Provinz Lleida hergestellt werden. Ingesamt 140 Bodegas, die es verstehen, traditionelle Herstellungsmethoden und moderne Technologien auf harmonische Weise miteinander zu verbinden, widmen sich hier ihrer traditionsreichen Kunst. Von den Ausläufern der Serra del Montsant bis zu den Pyrenäen wachsen die Reben der DO Costers del Segre auf Höhen zwischen 750 und 1000 Metern.

Enoturisme Lleida. Castell d'Encus (3) ©Agència Catalana de Turisme

Castell d’Encus ©Agència Catalana de Turisme

Eines ist sicher: Costers del Segre ist nicht gleich Costers del Segre.  Die DO gliedert sich in sieben Subregionen: Urgell, Les Garrigues, Pallars Jussà, Raimat, Segrià und Vallès del Riu Corb. Die Individualität der Weine aus diesen ganz unterschiedlichen Gebieten ergibt sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Landschaften, Böden und Mikroklimata. Eine Weinreise durch die DO Costers del Segre, durch ihre Gebirgslandschaften, Ebenen und Täler, ist deshalb ein wahres Kaleidoskop unvergesslicher Urlaubserlebnisse, die Kultur, Natur und Genuss auf wundervolle Art mit einander verbindet.

Enoturisme Lleida. Castell d'Encus (1) ©Agència Catalana de Turisme

Castell d’Encus ©Agència Catalana de Turisme

Mit der Weinroute von Lleida – Costers del Segre bietet die Provinz ihren Gästen die Möglichkeit, die Vielfalt des önotouristischen Angebotes und die kulturellen und landschaftlichen Höhepunkte der Region auf einer wohldurchdachten Route zu erkunden und zu genießen. 20 Bodegas, 19 Restaurants und 13 Hotelangebote bilden die Basis der Weinroute von Lleida. Zu diesen gesellen sich einzigartige Landschaftserlebnisse wie das Meer von Olivenfeldern in Les Garrigues, die Gebirgsregionen Montsec und La Terreta mit ihren einsamen Feldern und Weiden, die Wasserwege des Riu Segre, der Zusammenfluss von Cinca, Segre und Ebro, der Stausee von Utxesa mit seinen wunderbaren Wanderrouten, die Serra de la Llena oder auch der Parque de la Mitjana mit den schattigen Flusswäldern, der bereits im Stadtgebiet von Lleida liegt.

Lleida. La Seu © Patronat de Turisme de la Diputació de LleidaLauren Sansen

Lleida. La Seu © Patronat de Turisme de la Diputació de Lleida – Lauren Sansen

Lleida, die alte Provinzhauptstadt mit der malerisch auf einem Hügel gelegenen Seu Vella, ist einer der kulturellen Höhepunkte dieser Weinroute, aber selbstverständlich sollte man auch den beeindruckenden Spuren des Zisterzienser-Ordens auf der Ruta del Cister folgen und das berühmte Kloster Vallbona de les Monges besuchen. Weitere Höhepunkte sind das Kloster Monastir de les Avellanes, die Burg Castell de Verdú und die Ibererfestung Vilars de Abeca.

 Weitere Tipps:

Es lohnt ein Besuch in Raimat mit der grandiosen Bodega im modernistischen Stil gleichen Namens und eine Besichtigung der Burg von Raimat.

Ebenfalls einen Besuch wert: Penelles im Gebiet La Noguera mit der Burg von Remei aus dem Jahr 1780.

Die Hauptstadt von Urgell, Balaguer, verführt mit ihren mittelalterlichen Mauern, dem alten Jüdischen Viertel und der gotischen Kirche, die sich über dem Rio Segre erhebt zu ausgiebigen Entdeckungstouren zwischen Geschichte und Gebirgslandschaften.

Tremp, Hauptstadt des Pallars Jussa, ist eine der Haltestellen des bezaubernden historischen Tren dels Llacs und perfekter Ausgangspunkt für Wandertouren und Outdoorvergnügen in den Pyrenäen.

Auf einem Hügel der Region Les Garrigues liegt das mittelalterliche Dörchen Vilosell, und lädt zu einem Spaziergang in die Vergangenheit seiner alten Mauern ein.

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El Vilosell © Angela Llop

Info:

Associació de la Ruta del Vi de Lleida: www.rutadelvilleida.com

Vins d’alçada: www.castelldencus.com 

 

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Die Weinrouten der DO Empordà

Die Weinrouten durch den Empordà sind eine Reise zu einem atemberaubenden Spiel von Licht und Farben, das Salvador Dalí ein Leben lang inspirierte. Bläst der Tramuntana-Wind über die Küste, taucht er den Himmel in solch tiefes Blau, dass man glaubt, man müsse verrückt werden oder Kunstwerke schaffen, die die Grenzen des Realen überschreiten. –  Kein Wunder, dass der Tramuntana auch den Charakter des hiesigen Weines prägt.
Eingebettet zwischen dem Mittelmeer und den Gebirgsausläufern der Pyrenäen, erstrecken sich die Weinbaugebiet des Empordà von der Küste bis auf Höhen von 260 Metern. Wer dieses Gebiet durchreist, erlebt ein wahres Feuerwerk der Sinnesreize: Über den Felsen der Costa Brava liegt der Duft aromatischer Pflanzen wie Rosmarin und Thymian. Meerfenchel badet in den feinen Tropfen der Gicht. Ginster Mastix und Heide schaukeln im Wind. Die mediterrane Landschaft öffnet die Sinne. Mit jedem Schritt über Sand, Lehm, Schiefer und Kalk kommt der Reisende dem Geheimnis des Ortes und seinen Reben ein wenig näher.

50 Weinkellereien zählt der Empordà, alle betrieben von leidenschaftlichen Winzern, die für den Wein und den Erhalt der einzigartigen Weinlandschaften leben. Dabei stehen sie auf den Schultern von Giganten:  Schon die Griechen und Römer widmeten sich hier dem Weinbau, später kultivierten die Benediktiner den Landstrich um das Cap de Creus mit ihrer Hände Arbeit. Dann empfahlen sie es im Gebet dem Höchsten.  – Nach der Qualität der Weine zu urteilen, hatte der Herr ein Einsehen. Einige Jahrhunderte später jubelte der Weltruf genießende Weinkritiker Robert Parker: „Was für eine Entdeckung, diese großartigen Weine des Empordà!“

Taula parada a la Costa Brava

Auf den Weinrouten des Empordà entdecken Sie die Magie einer Landschaft, deren Geschichte, Kultur und Natur im Wein ihren geschmackvollen Fokalisationspunkt findet. Wandeln Sie auf den Spuren von Künstlern wie Salvador Dalí und Josep Pla, entdecken Sie die Schätze der katalanischen Romanik, unternehmen Sie eine Zeitreise in alte Klostermauern, erleben Sie spektakuläre Panoramablicke und genießen Sie die Finessen der modernen katalanischen Küche, wie sie von Berühmtheiten wie Ferran Adrià und den Brüdern Roca zelebriert wird. Der Empordà wartet auf Sie – entdecken Sie Ihn auf drei verschiedenen Routen:

Alt Empordà: Die Route des Weins im Empordà (El Camí del Vi de l’Empordà)

Wer die Weinkeller, Landschaften und Weine des Empordà kennenlernen möchte, kommt an dieser Route nicht vorbei. Durch sonnenverwöhnte Weinlandschaften führt sie vom Meer in die Berge und zu immer neuen, vom Tramuntana verklärten Weitblicken von schwer fassbarer Intensität. Tausendjährige Klöster liegen am Weg, die nicht nur in einzigartiger Weise das Erbe der Romanik repräsentieren, sondern auch das Erbe einer Weinkultur, die sich im Laufe von Jahrtausenden stetig verfeinerte. Nach soviel Kulturgenuss kommt eine Wanderung durch stille Naturlandschaften gerade recht: Es gilt nun, den Naturpark Cap de Creus und das Landschaftsschutzgebiet von La Albera zu erkunden. In Figueres, der Weinhauptstadt des Empordà, ist das Museu Dalí ein absolutes „must see“ ebenso wie das Weinmuseum im berühmten Schloss Peralada. Lohnend ist auch die interaktive Reise durch die Welt des Weins im Centre Enològic Coll de Roses.

Costa Brava - Cultura - Alt Empordà - Figueres - Museu Dalí, fora © ACT. Lluis Carro

Baix Empordà: Die Route zu Wein und Korkkultur (El Camí del Vi i el Suro)

Durch den Süden der DO Empordà verläuft die Route zu Wein und Korkkultur – und wie der Name schon sagt, ist sie nicht allein den Weinen des Baix Empordà, sondern  auch ihrem ehrenwerten Begleiter, dem Kork, gewidmet. Dieser war über mehrere hundert Jahre der einzig akzeptable Flaschenverschluss für jeden Weinproduzenten mit einem Minimum an Anstand – in den letzten Jahrzehnten sind jedoch Plastik und Schraubverschlüsse in Mode gekommen. Die traditionelle Korkproduktion, ein Identitätsmerkmal des Mittelmeerraumes, ist so vielerorts ins Hintertreffen gelangt. Im Baix Empordà jedoch ist die Welt in dieser Hinsicht noch in Ordnung. In einer Landschaft geprägt von Korkeichenwäldern und Weinbaugebieten hat eine Vielzahl von Winzern und Korkproduzenten ihren Sitz. Für den Besucher bedeutet dies, es gibt eine Menge zu entdecken: Zum Beispiel den Naturraum Les Gavarres mit seinen ausgedehnten Korkeichenwäldern, Weinbaugebiete von großer Schönheit oder das Korkmuseum in Palafrugell, das faszinierende Einblicke in die Arbeit mit dem einzigartigen Naturmaterial gewährt. Wussten Sie, dass  Kork heute nicht nur als Flaschenverschluss, sondern auch als Hut oder Handtasche gute Dienste leisten kann?
Über solche Erkenntnisse hinaus bietet der Weg, der zu Fuß und mit dem Fahrrad gleichermaßen angenehm zu bewältigen ist, eine Vielzahl spektakulärer Panoramablicke und außergewöhnlicher gastronomische Erfahrungen: Zentren gastronomischer Kultur wie das Taller del Peix de Palamós oder die Aula Gastronòmica de l’Empordà laden ein zu Workshops und Kursen, bei denen man intime Bekanntschaft mit den Geheimnissen empurdanesischer Gastronomie und den hiesigen Weinen schließt – und mit etwas Glück das ein oder anderer Küchengeheimnis mit nach Hause nimmt.

Empordà i Vinyes © Marc Castellet

Der Verbindungsweg – El Camí d’Enllaç

Dieser Weg verbindet die beiden Hauptrouten Camí del Vi de l’Empordà und Cami del Vi i el Suro. Obwohl er nicht die gleiche Menge von weintouristischen Anziehungspunkten aufweist wie seine beiden großen Brüder, ist  er doch ein angenehmer Spaziergang im Spannungsfeld zwischen der Ebene des Empordà und dem Meer, der Lust auf weitere Wanderaktivitäten macht. Von hier aus gelangt man zum Naturpark Aigüamolls de l’Empordà und zum Naturpark del Montgrí, les Illes Medes i el Baix Ter. Hier zwischen Berg, Meer und Flussauen gilt es, einzigartige Naturlandschaften zu entdecken. Auf halbem Weg befinden sich die Ruinen von Empúries, jener ersten Enklave, welcher der Region ihren Namen gab. Natürlich gibt es auch hier reichlich gastronomische Spezialitäten zu entdecken, wie zum Beispiel den Reis von Pals, die Zwiebeln von Figueres, die Wurstspezialität botifarra oder die bunyols del Empordà, katalanische Krapfen, die zweifellos eine Sünde wert sind.

Illes Medes

Infos:

DO Empordàwww.rutadelvidoemporda.org

Salvador Dalíwww.salvador-dali.org

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DO Penedès – Einzigartige Vielfalt

Weit und offen sind die Landschaften des Penedès. Auf halbem Weg zwischen Barcelona und Tarragona schmiegen sie sich in das Gebiet zwischen der Küste und den Bergen der Cordillera Prelitoral. Gleichermaßen verwöhnt von mediterraner Sonne und der sanften Brise des Mittelmeers, verführt die Gegend zu genussvollen Spaziergängen durch Weinfelder, beschauliche Dörfer und bezaubernde Städtchen, deren Kultur seit Jahrtausenden untrennbar mit dem Weinbau verbunden ist.

3×1 Penedès


Die sanfte Hügellandschaft des Penedès gibt einer Vielzahl verschiedener Mikroklimata Raum, die letztlich drei klar zu unterscheidende Weinbauzonen bilden: Den Penedès Superior in der Nähe der Cordillera Prelitoral; den Penedès Marítimo, der sich vom Meer zum Küstengebirge zieht; und der Penedès Central, der die beiden anderen Zonen voneinander trennt.

Die Landschaften des Penedès sind ebenso wie seine Weine einzigartig in ihrer Vielfalt. Deren Geschmack, Aroma, Körper und Struktur spiegeln die klimatischen Unterschiede und den landschaftlichen Reichtum der Region wider und verraten dem Kenner die Geheimnisse ihrer Böden, die mal vom Meer und mal vom Gebirge geprägt sind.

Penedès © Maria Rosa Ferré

Penedès © Maria Rosa Ferré

Die Welt des Weins

Der Penedès ist nicht nur ein Weinbaugebiet mit jahrtausendealter Tradition, für seine Bewohner ist er eine Welt des Weines, dessen Produktion man sich mit Hingabe und nach allen Regeln der Kunst widmet. Generation für Generation hat man hier die Wertschätzung und das Wissen um Trauben und Wein weitergegeben und verbindet heute traditionelle Herstellungsmethoden und moderne Technologie, um einen Wein herzustellen, der inzwischen weltweit bekannt und geschätzt ist.

Merlot © Maria Rosa Ferré

Merlot © Maria Rosa Ferré

Zum Weinen schön: Weinreisen durch den Penedès


Das weintouristische Angebot ist ebenso facettenreich und bezaubernd wie die Region selbst: Wer die Entdeckung von Geschichte, Kunst und Kultur des Penedès mit Wein- und Wandererfahrungen verbinden möchte, findet hier den Ort seiner Träume. Am besten, Sie nehmen gleich in einer der hiesigen Bodegas Quartier, die nicht nur Weinproben und Wein-Workshops anbieten, sondern Ihnen auch die besten Tipps für Erkundungstouren in die Umgebung geben können.

Penedès © Maria Rosa Ferré

Penedès © Maria Rosa Ferré

Unsere Tipps:

Gelida: Die in den Bergen der Sierra Ordal gelegene Kleinstadt bezaubert mit einer sehenswerten Burg mit angeschlossener Kirche, die bereits seit dem Jahr 945 dokumentiert ist. Der Bahnhof von Gelida ist mit dem Ortszentrum über eine Drahtseilbahn verbunden, die 1924 eingeweiht wurde und inzwischen selbst zu einer der Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes zählt.

Mediona: Nicht minder sehenswürdig ist die Burg von Mediona, die erstmals 1011 erwähnt wird. Ihr angeschlossen ist eine einschiffige Kirche, deren Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde.

Olérdola, auch „der Schlüssel zum Penedès“ genannt, wird von einer alten Burg bewacht. Umgeben Weinfeldern, Wäldern, die durchzogen sind von Spuren der Vergangenheit, lädt der Ort zu Wander- und Entdeckungstouren ein. Die beeindruckende archäologische Ausgrabungsstätte einer Iberischen Siedlung ist dem Museu d’Arqueologia de Catalunya (MAC) angeschlossen und Teil der Iberer-Route.

Calafell: Der Küstenort, dessen Burg ebenfalls bereits um das Jahr 1000 erste Erwähnung findet, ist heute eines der touristischen Zentren des Penedès, der für seine ambitionierte Gastronomie und natürlich für das breite Angebot an exquisiten Weinen berühmt ist. Unbedingt sehenswert ist auch hier die archäologische Ausgrabungsstätte aus iberischer Zeit.

Sant Sadurní d’Anoia ist berühmt für seinen Cava – und beeindruckendes Beispiel eines von modernistischer Architektur geprägten Ortes im ländlichen Raum. Absolut unerlässlich ist hier ein Besuch im Centre d’Interpretació del Cava.

Codorniu © Felipe J.Alcoceba

Codorniu © Felipe J.Alcoceba

Vilafranca del Penedès, ebenfalls ein prestigeträchtiger Produzent von Cava aus dem Penedès, bezaubert mit einer beeindruckenden Mischung von mittelalterlicher und modernistischer Architektur, die hier in erste Linie von Santiago Güell geprägt wurde. Unbedingt sehenwswert ist auch die Basílica von Santa María im gotischen Stil, die über einer romanischen Kapelle errichtet wurde. Und da wir hier ja gerade in Sachen Wein&Wissen unterwegs sind, sollten Sie sich keinesfalls einen Besuch im Weinmuseum, Muesu de les Cultures del Vi de Catalunya, entgehen lassen.

Vilafranca del Penedès © Felipe J.Alcoceba

Vilafranca del Penedès © Felipe J.Alcoceba

Infos:

Penedès Enoturisme: www.enoturismepenedes.cat

Museu de les Cultures del Vi de Catalunya: www.vinseum.cat

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Die Weinrouten des Priorat – Eine Magische Reise zu Wein- und Naturgenuss

Für die meisten Reisenden ist der Priorat bislang noch ein Geheimtipp, Weinkennern ist die gebirgige Region mit den llicorella genannten Schieferböden schon länger ein Begriff. Als einziges DOC- Gebiet Kataloniens gilt der Priorat als eines der Spitzenanbaugebiete auf der Iberischen Halbinsel. Die hier produzierten Weine mit der charakteristisch mineralischen Note genießen inzwischen Weltruf.

Costa Daurada – Gratallops © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Eine Region mit Charakter

Wie in kaum einem anderen Weinbaugebiet hat der Wein die Landschaft auf einzigartige Weise geprägt. Die Weinbauern und Winzer des Priorat haben der zerklüfteten Gebirgslandschaft Meter für Meter elegant geschwungene Weinterrassen abgerungen, die anzusehen die reine Freude ist. Sie zu errichten ist hingegen genauso harte Arbeit wie die Kultuvierung der Reben und die Weinlese. Maschinelle Arbeitserleichterung ist in diesem Gelände ein eher utopisches Anliegen, auf den schmalen Weinterrassen wird die Arbeit noch von Hand verrichtet. Dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb, gilt der Priorat als eines der innovativsten Weinbaugebiete Spaniens.

Lange war der Priorat ein fast vergessener Landstrich abseits der wohlhabenden Zentren der Industrialisierung. Jahrhunderte relativer Armut haben der Region letztlich einen Schatz beschert, um den die Welt sie beneidet: Unberührte Natur in einer Gebirgslandschaft von magischer Schönheit, deren Reinheit und Frische ihres Gleichen sucht.

Costa Daurada – Scaladei © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Im Einklang mit der Natur

Es ist, als ob die Menschen des Priorat jenes Leben im Einklang mit der Natur gefunden hätten, das andere seit langem vergeblich suchen. Die Spuren der Zivilisation im Priorat sind Weinterrassen und Olivenhaine an steilen Hängen und uralte Dörfer, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Zu den kulturellen Sehenwürdigkeiten des Gebietes gehört die sagenumwobene Maurenfestung Siurana, die sich in schwindelerregender Höhe an eine Felsplateau über dem gleichnamigen Fluss krallt und das Kartäuser Kloster L’Escaladei aus dem 12. Jahrhundert, dessen Geschichte aufs Engste mit der Geschichte des Priorat verwoben ist. Offenkundiges Zeugnis hiervon ist der Name Priorat, der für den Landstrich unter der Obhut des Priors von l’Escaladei steht. Es waren die Mönche dieses ersten Kartäuser-Klosters der Iberischen Halbinsel, welche den Weinbau und die Weinproduktion im Priorat einführten und damit den Grundstein für die spätere Berühmtheit der Region unter Weinkennern legten.

Costa Daurada – Enoturisme La Verema © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Wandern und Genießen

Heute ist der Priorat ein echtes Paradies für Wanderer und Genießer. Die Region bietet nicht nur eine Vielzahl interessanter Aktivitäten und Routen für Weinliebhaber an, sondern auch Wanderrouten durch stille, unberührte Landschaften, zu einsamen Bergkapellen, durch winzige Dörfer und natürlich immer wieder durch die Weinlandschaften und Olivenhaine, für die der Priorat berühmt ist. Als Sahnehäubchen hält die Region eine Menge stilvoller Unterkünfte in traditionellen Landhäusern bereit, in denen Wein und Kulinarik selbstverständlich zu den Protagonisten unvergesslicher Urlaubserlebnisse zählen.

Costa Daurada – Priorat © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Die Treppe zum Himmel

Man sagt, die Kartäuser errichteten ihr Kloster hier im Priorat, weil ein Hirte im Traum an eben dieser Stelle eine Treppe zum Himmel gesehen habe. Über diese Treppe, so glaubte man, stiegen die Engel zur Erde hinab und nach getanem Werk wieder hinauf. Für heutige Besucher des Priorat mag der Wein jene Verbindung zwischen Himmel und Erde sein. Ein Wein, der seine Wurzeln tief in die kargen Schieferböden gräbt, und den zu genießen ein Stückchen Himmel auf Erden ist.

 

 Infos:

Consell Comarcal del Priorat: www.turismepriorat.org

http://www.prioratenoturisme.com/

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Vies Verdes – Die Grünen Wege von Tarragona

Manchmal erobert die Natur Terrain zurück, das sie schon an den Menschen verloren geglaubt hatte. Bestes Beispiel hierfür, sind die stillgelegten Eisenbahntrassen inmitten herrlicher Naturlandschaften, die einst zu den modernsten Kommunikationswegen des Landes zählten. Irgendwann verloren sie an Bedeutung, der Zugverkehr wurde eingestellt und Bäume, Büsche und Blumen rückten näher und näher an die alten Zugstrecken heran. Aus den einstigen Bahntrassen wurden „Grüne Wege“.

Via Verda © Mariano Cebolla

Naturerlebnis Vies Verdes: Genussvoll und barrierefrei

Die Vies Verdes genannten Grünen Wege sind der perfekte Zugang zur Natur für all jene Outdoorbegeisterten, die auf einen ebenen Untergrund angewiesen sind. Das gilt nicht nur für Genussradler, sondern auch für Wanderer mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer, die bei freier Fahrt den einen oder anderen Kilometer machen wollen. Herbst und Frühling sind wegen des milden und meist schönen Wetters ideale Jahreszeiten, um die Vies Verdes zu erkunden.

Durch die Ausnahmelandschaften der Provinz Tarragona

Tarragonas Grüne Wege versprechen ein erstaunliches Maß an Abwechslung. Mit dem Naturpark Ebrodelta und dem Naturpark Els Ports durchqueren sie zwei der spektakulärsten Landschaften der Provinz, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die weiten Ebenen des Ebrodeltas, geprägt von Dünen, Reisfeldern und Marschland und die bizarr geformten Felsgebirge des Naturparks Els Ports, deren Formenreichtum den jungen Pablo Picasso unendlich inspirierte. Diese beiden Ausnahmelandschaften auf einer einzigen Radstrecke zu erfahren ist ein Erlebnis, das es in sich hat – umso mehr, weil die Vies Verdes mit ihrer historischen Infrastruktur jede Menge Spannung und Abwechslung in das Rad-Wandererlebnis bringen: Alte Bahnstationen bezaubern mit nostalgischem Charme und beim Befahren der Eisenbahntunnel und Viadukte kommt garantiert keine Langeweile auf.  Zum Landschaftserlebnis gesellt sich der Reiz der kleinen Dörfer und Städte entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie. Mit ihrer Ursprünglichkeit, ihren Sehenswürdigkeiten und einem hervorragenden gastronomischen Angebot verführen sie zu häufigen Pausen.

Pinell de Brai © Servicios Editorials Georama

Wie ein Flop zum Top-Radweg wurde

Die Grünen Wege im Val de Zafán sind stillgelegte Eisenbahnrouten, welche den Landkreis Baix Ebre mit der Region Aragón verbinden. Die Existenz dieser Eisenbahnroute ist einem Wunschprojekt der lokalen Regierung von Aragón zu verdanken, die im 19. Jahrhundert davon überzeugt war, ihre Wirtschaft durch eine Bahnverbindung mit einem Meereshafen ankurbeln zu können. Mit diesem Ziel im Hinterkopf begab man sich an den Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen Puebla de Híjar in Aragón und Tortosa in der Baix-Ebre-Region. Das Projekt stand jedoch unter keinem guten Stern. Aufgrund verschiedener Probleme konnte die Bahnverbindung erst 1942 nach 60jähriger Bauzeit eingeweiht werden. 31 Jahre später wurde sie bereits wieder still gelegt. Als Grüner Weg hat sie jedoch zweifellos eine große Zukunft.

Xerta – Via Verda © Mariano Cebolla

Die Grünen Wege im Val de Zafán:

I: La Via Verda tram Baix Ebre

Die Grünen Wege im Val de Zafán lassen sich in mehrere Teilstrecken aufgliedern. Da ist zunächst die Via Verda tram Baix Ebre, die von Tortosa bis Benifallet führt. Es empfiehlt sich, gleich für den Beginn der Route ein wenig Zeit einzuplanen. Schließlich ist Tortosa die Hauptstadt des Landkreises Baix Ebre und hütet einige Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Als absolutes must see gilt die Festung von Tortosa, genannt Castell de Sant Joan oder auch Castell de la Suda. Sie beeindruckt nicht nur mit grandioser Architektur maurischer Prägung, sondern auch mit weiten Blicken über die Stadt und den Fluß. Weitere Top-Monumente sind die Kathedrale Santa Maria, der Bischofspalast und die Reals Colegis als Hinterlassenschaft des Dominikaner Ordens, die mit einer Mischung aus Elementen von Gotik und Renaissance beeindrucken. Nächste Wegstation ist Roquetes mit der Pfarrkirche Sant Antoni de Padua aus dem Jahr 1836 einerseits und dem 1904 von den Jesuiten gegründeten Ebro-Observatorium (Observatori de l’Ebre) als Hauptsehenswürdigkeiten. Weiter geht es nach EMD de Jesús und von dort aus nach Aldover. In beiden Dörfern lohnt sich ein Blick auf die schönen Pfarrkirchen. Zwischen Aldover und Xerta liegen die ersten von insgesamt 40 Eisenbahntunneln auf den Grünen Wegen von Tarragona, die garantiert Spaß und Abwechslung ins Radel-Erlebnis bringen. Auch in Xerta empfiehlt sich ein Besuch der Pfarrkirche Eclesia de l’Assumpció i Sant Martí. Benifallet, die Endstation der Via Verda tram Baix Ebre ist berühmt für ihre wunderbaren Tropfsteinhöhlen, die Coves Meravelles. Aber auch die Ermita de la Mare de Déu de Dalt o del Calvari (18. Jahrhundert) und der Konvent im neogotischen Stil sind einen Besuch wert.

Tortosa © Miguel Raurich

II:La Via Verda de la Terra Alta

Die Brücke Pont de la Riberola, die uns über den Fluss Canaletes führt, ist der Grenzpunkt zwischen den Landkreisen Baix Ebre und Terra Alta. Erste Station auf der Via Verda de la Terra Alta ist Pinell de Brai. Als eine der berühmten Kathedralen des Weins ist der Celler Cooperatiu, ein Meisterwerk des Gaudí-Schülers Cesar Martinell,  die wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. 5 km weiter liegt einer der landschaftlichen Höhepünkte der Via Verda tram Terra Alta, das Santuario de la Fontcalda: Umgeben von Steineichen- und Pinienwäldern und weiß  schimmernden Kalksteinfelsen liegt hier eine uralte Kapelle. In ihrer unmittelbaren Nähe entspringt eine Thermalquelle, die für ihre heilenden Kräfte bekannt ist. Auf dem Weg zur nächsten Station, Prat de Comte, liegen zwei weitere Tunnel. Hauptsehenswürdigkeit der nächsten Station,  Prat de Comte, ist die Pfarrkirche Sant Bartolomeu im Renaissance-Stil. Mit dem Landschaftskunst-Projekt Art al Ras, in dessen Rahmen Kunstwerke auf den Verbindungswegen der Dörfer der Terra Alta ausgestellt werden, gewinnt die Via Verda hinter Prat de Comte ein weiteres spannendes Element hinzu. Von hier aus führt der Weg nach Bot, passiert den mit 749 Metern längsten Tunnel dieses Radweges und überquert ein weiteres Mal den Rio Canaletes. Von der nahegelegenen Kapelle Ermita de Sant Josep (19.Jahrhundert) bietet sich ein fantastischer Blick auf das Dorf, den Fluss und die Serras de Pàndols i Cavalls. Weiter geht es nach Horta de Sant Joan, wobei 6 Tunnel und zwei Viadukte mit bis zu 11 Bögen zu passieren sind. Je höher es hinauf geht, umso eindrucksvoller sind die Blicke auf den Naturpark Els Ports. Ganz in der Nähe von Horta liegt der Konvent Sant Salvador (13.-18.Jahrhundert) und vor allem der „Racó de lees Olles“, ein wunderschöner Ort am Ufer des Flusses Canaletes, der zum Baden und Picknicken einlädt. Im Dorf selbst ist das Ecomuseo Els Ports, das Centre Picasso und der mittelalterliche Stadtkern selbst unbedingt einen Besuch wert. Von hier aus sind es nur noch 5km  bis nach Arnes, der Endstation der Via Verda de la Terra Alta. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind hier das Rathaus und der Renaissance-Palast. Am beeindruckendsten ist aber letzlich doch der grandiose Panoramablick vom Rathaushausplatz auf Els Ports.

Via Verda © Mariano Cebolla

Immer weiter radeln..

Die Vies Verdes Baix Ebre und Terra Alta erfahren mit dem Camí natural de Tortosa-Deltebre und der Via Verda tram Aragó eine interessante Ergänzung. Während der erstgenannte Abschnitt durch die Marschlandschaften des Ebrodeltas bis nach Riumar ans Meer führt, bietet die Via Verda tram Aragó die Möglichkeit, auch die Nachbarregion Aragón näher zu erkunden. Insgesamt bieten die Grünen Wege im Val de Zafàn 150km Radelvergnügen zwischen dem Naturpark Ebrodelta und dem Naturpark Els Ports. Viel Spaß!

 

 

 

 

 

 

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Les vies verdes – Die Grüne Wege

In Katalonien gibt es fünf Grüne Wege, die aus stillgelegten Bahnstrecken angelegt wurden und die nicht motorisierte nachhaltige Mobilität von Radfahren und Wanderern fördern sollen.

Im Osten der Pyrenäenausläufer erschließen sich dem Zweiradliebhaber 135 Kilometer Strecke, die Ruta del Ferro i del Carbó (Eisen- und Kohleweg) mit Ausgangspunkt in Ripoll und Ankunft in Orgassa, über Sant Joan de les Abadesses, oder die ehemalige Bahnstrasse Carrilet, mit zwei möglichen Routen, von Olot nach Girona (54km) oder von Girona nach Sant Feliu de Guíxols (40km).

Weitere Informationen:

Frühling auf den Vies Verdes – Ein Rad-Abenteuer für die ganze Familie

Im Süden Katalonien bringen uns die Grüne Wege des Baix Ebre und Terra Alta, jeder von ihnen 27 Kilometer land, wunderschönen landschaftlichen Reliefformen dicht am Meer.

Weitere Informationen:

Vies Verdes – Die Grünen Wege von Tarragona

Carril Bici

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Mountainbike

Mountainbike-Zentren Katalonien

Zurzeit können die Radsportfreunde ein Netz von 19 Mountain-Bike Zentren mit insgesamt 265 Routen und über 5300 ausgeschilderten Kilometern genießen.

Was sind die Mountainbike-Zentren Katalonien? 

Es handelt sich um ein frei zugängliches Terrain, auf dem man mit dem Mountainbike fahren kann. In allen Mountainbike-Zentrale Katalonien dibt es mindestens eine Sammelstelle, and fer Sie Informationen für Touristen und Serviceleistungen erhalten. Ab diesen Zentren befinden sich auch die Startpunkte der verschiedenen Routen. Alle Strecken eienes Centre BTT sind zusammen mindestens 100 Kilometer lang und gut asgeschieldert. So ist es sehr einfach, diese Strecken zu befahren und gleichzeitig die wundervolle Natur, Landschaft und Kultur des Landes zu genißen.

Was bietet Ihnen ein Mountainbike-Zentrum?

– Mindestens 100 km unterschieden Strecken mit verschiedenen Schwerigkeitsgraden mit guter Ausschilderung  und Kennzeichnung des Schwierigkeites.

– Eine Sammelstelle, an der Ihnen Dienstleistungen rund ums Fahrrad geboten werden, und die gleichzeitig auch als Touristinformationt dient. Hier erhalten Sie Informationen über die Routen, touristische Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen, als auch Inforametionen über die Unterkunftsmöglichkeiten und Restaurants der Region.

– Weitere Dienstleistungen ergänzen das Angebot für Geländeradsport: Fahrradvermitung, Fahrradparkplatz, Waschstellen, Duschen und Services rund um das Thema Gesundheit…

– Ein Qualitätsstandard. Alle Mountainbike-Zentren Katalonien sind vom Consell Català de l’Esport (Katalanischer Sportrat) und der Federació Catalana de Ciclisme (Katalanischer Radsportverband) zugelassen.

Costa Brava © Cablepress

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Die Antike lieben: Weshalb man in Tarragona die Vergangenheit nicht ruhen lässt

Reenactment ist Ihnen kein Begriff? Eigentlich nicht verwunderlich. Denn eigentlich widmen nur Freaks ihre Zeit dieser Form der detailgetreuen Nachstellung und Inszenierung historischer Ereignisse, die man Reenactment nennt. Wir sagen „eigentlich“, denn es gibt Ausnahmen. In Tarragona ist Reenactment kein verschrobenes Hobby von Studenten mit zuviel Zeit, sondern gelebte Stadtkultur. Und so stößt man hier zuweilen auf römische Soldaten, die sorgfältig und eingedenk aller Details der bekannten historischen Bautechniken die antiken Mauern Tarragonas neu errichten oder trifft in den historischen Mauern des römischen Circus auf Gladiatoren, die nach allen Regeln der blutigen Kunst um ihr Leben kämpfen. Warum das nun gerade in Tarragona so ist? Das ist nur eine der spannenden Fragen, die sich stellen, wenn man in das pulsierende Leben der ältesten römischen Stadt jenseits der Pyrenäen eintaucht.

Geschichte hautnah: Das Festival TARRACO VIVA und der Sommer der gelebten Geschichte


Das antike Tarragona war nicht nur eine lebendige Hafenstadt am Mittelmeer, aufgrund seiner Größe und Bedeutsamkeit war Tarragona eine Art kleines Rom auf iberischem Boden. Davon zeugen noch heute Monumente wie das beeindruckende  Amphitheater oder der grandiose Römische Circus.
„In Tarragona dringt die Geschichte aus den Gemäuern, aus den Büchern, und wird lebendig. Die Stadt hat sich auf Veranstaltungen zur Rekonstruktion der Geschichte spezialisiert. Archäologen, Historiker, Reiseführer, Erzähler und Statisten engagieren sich in Veranstaltungen wie dem Festival Tarraco Viva im Mai oder den Konferenzen zum napoleonischen Krieg, um die Geschichte der Stadt und ihrer Zivilisation zu verbreiten.“

Sicherlich, da ist was dran. Programme wie Tarraco Viva, die antike Geschichte sinnlich und begreifbar in die Straßen der Stadt tragen, sind zweifellos eine touristische Attraktion, mit der schwer zu konkurrieren ist. Welches Kind würde nicht gerne einmal als Legionär mit Helm und Kettenhemd mit den römischen Soldaten marschieren? Wer kann sich dem Vergnügen eines mysteriösen Detektivspiels entziehen, bei dem es darum geht, die Identitäten, Insignien und Geheimnisse der römischen Clans Tarragonas aufzudecken? Würden Sie „Nein!“ sagen, zu einem Kurs in römischer Küche, wenn Sie bei einem Stadtbummel auf ihn stoßen? Und während Sie in die Details der ebenso simplen wie ausdrucksstarken römischen Kulinarik eingeführt werden, gibt Ihnen jemand einen Tipp: Im Part Alta ist die Pizzeria Pulvinar einen Besuch wert, deren Mauern einst die VIP-Lounge  des Römischen Circus bildeten. Falls Sie feststellen, dass Ihnen das Essen in tausendjährigen Mauern besonders gut mundet, finden Sie im gleichen Viertel noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Möglichkeiten, archäologischen Anschauungsunterricht mit dem Genuss katalanischer Küche zu verbinden.

Costa Daurada - Tarragona. Tarraco Viva 002 © Tarragona Turisme

Der Tarragoneser an sich: Grandios und erstaunlich

Die permanente und beeindruckende Kollision mit einer zweitausendjährigen Geschichte ist in Tarragona also an der Tagesordnung. Das leise Flüstern der Vergangenheit begleitet die Tarragoneser bei einem Gang durch die Altstadt ebenso wie beim Blick auf das weite Mittelmeer, das vor langer Zeit so viele römische Schiffe kommen und gehen sah. Ob das nun gleich ein Grund ist, sich in Tunika und Kettenhemd zu werfen, um die Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen, bleibt fraglich. Unsere Theorie ist, dass der Tarragoneser an sich die natürlich Neigung verspürt, Dinge zu tun, die grandios und erstaunlich sind. Der praktische Nutzen ihrer hingebungsvollen Tätigkeiten steht dabei offenbar nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wie sonst ist es zu erklären, dass die folkloristische Spezialität der Tarragoneser, nämlich die Bildung von castells genannten Menschenpyramiden, mit einem solchen Maß an Kunstfertigkeit ausgeübt wird, dass die UNESCO sie zum Weltkulturerbe erhoben hat?

Die Tarragoneser, das sehen wir hier ganz klar, verbinden in einzigartiger Weise Kraft, Balance, Teamgeist und unendliche Hingabe, um aus dem Nichts etwas Atemberaubendes zu zaubern. Dieser Geist Tarragonas ist nicht nur der Spiritus Rector der Menschenpyramiden, sondern auch die treibende Kraft hinter Events wie Tarraco Viva. Wer sich aufmacht, um dabei zu sein, erlebt den Geist Tarragonas in seiner reinsten Form.

Übrigens: 

Mit den Römern hatte die ereignisreiche Geschichte Tarragonas gerade erst begonnen. Die Zeitalter der frühen Christen Tarragonas, das Mittelalter und die modernistische Epoche haben in der Architektur der Stadt ihre Spuren hinterlassen, die sich auf unterschiedlichen touristischen Routen durch die Stadt erkunden lassen.

Info

Tarragona

Costa Daurada

Top-Tipp für alle Fans modernistischer Architektur:

Reus, die Geburtstadt Antonio Gaudís, liegt knapp 15km von Tarragona entfernt und ist das Zentrum des Modernismus der Provinz. Ob Fabriken, Schulen, Theater oder Wohnhäuser, Reus beherbergt eine Vielzahl von Perlen der modernistischen Architektur. Zwar fand Gaudí zu Lebzeiten in seiner Heimat weit weniger Anerkennung als beispielsweise sein Kollege Lluís Domènech i Muntaner. Dafür hat ihm die Stadt nun mit dem Gaudí-Centre ein exquisites Museum und Interpretations-Zentrum gewidmet.
Das Universum der Gaudíschen Kreativität, in dem Wasser, Licht und Luft zu architektonischen Kategorien werden konnten, tritt dem Besucher als multimediale Ausstellungslandschaft entgegen, die in sich ein Kunstwerk ist. Wer Gaudís Werk mit allen Sinnen erfahren und begreifen möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Das gilt insbesondere für Kinder und junge Besucher, die hier Kunst zum Staunen und Anfassen erleben können. www.gaudicentre.cat