Abenteuer wildes Wasser – Am Gebirgsfluss Noguera Pallaresa

Am Rande des Naturparks Aigüestortes liegt das kleine Örtchen Llavorsí. Das beschauliche Dorf entwickelte sich dank seiner Lage am Noguera Pallaresa, einem Gebirgsfluß, der hier oben in den Pyrenäen entspringt, zur Wiege des Wildwassersports. Außer Rafting gibt es hier Hydrospeed, Wildwasserpaddeln, Canoe Freestyle, Canyoning und viele andere Abenteuer im und auf dem Wasser zu erleben!

Wenn im Frühjahr der Schnee oben in den Bergen schmilzt, führt der Fluss besonders viel Wasser. Das fließt dann mit so viel Schwung in schnellem Tempo hinab ins Tal, dass kleine und große Abenteurer bei der wilden Fahrt ordentlich ins Schaukeln kommen. Je mehr das frische Gebirgswasser spritzt, umso lauter erklingen die feuchtfröhlichen Rufe. Nass zu werden ist im Sommer eine sehr willkommene Erfrischung!

Abenteuer auf dem Noguera Pallaresa © Rocroi

Rafting in Llavorsí

Die wilden Wasser der Gebirgsflüsse zu bezwingen erfordert schon ein bisschen körperliche Fitness. Damit jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat, geht eine Wildwasserfahrt immer mit den Sicherheitseinweisungen los. Schon bei der Verteilung des Materials, wie Schuhe, Neopren und natürlich einem Helm, kommen die Lachmuskeln zum Einsatz. Die ausgebildeten Guides haben Spaß an ihrem Job, das merken auch die aufgeregt wartenden Teilnehmer sehr schnell. Selbst wer noch leicht verschlafen hier ankommt, ist spätestens jetzt hellwach. Hier beginnt der Tag mit guter Laune!

Sobald alle Teilnehmer umgezogen sind, begibt man sich zum Startpunkt der Tour. Je nach Wasserstand und Tageszeit kann das ein anderer Teil des Flusses sein. Jedem Guide werden bis zu acht Personen zugeteilt. Bei einem kurzen Briefing werden die Sitzplätze verteilt und die Kommandos erklärt. Da man mit den Händen paddeln muss, um das Boot zu steuern, sind im Boot Schlaufen für die Füße angebracht. So kann man selbst dann nicht wegrutschen, wenn es mal richtig schnell geht.

 

Rafting in Llavorsí © Rocroi

Abenteuer auf dem wilden Wasser

Gemeinsam werden die Boote in den Fluss getragen. Nach ein paar Metern im knietiefen Wasser steigen alle ein und die Fahrt geht los. Schon trägt der Fluss das Boot in schnellem Tempo hinab. Natürlich gibt es neben den ruhigeren Passagen einige sehr schnelle, wilde Stellen. Die haben lustige Namen wie „die Waschmaschine“ oder „die Insel“. Spannend wird es immer dann, wenn sich das Boot einer der schnellen Passagen nähert und der Guide von hinten Kommandos ruft. Dann heißt es schnell paddeln. Unter laut juchzendem Geschrei lenken dann alle zusammen das Boot durch das schäumende Wasser.

Die Strecke von Llavorsí bis Rialp zählt zu den spannendsten Flussabschnitten, mit den meisten schnellen Passagen. Hier werden Sie die Kraft der Natur und den Nervenkitzel der schnellen Fahrt auf den tosenden Wellen spüren!

Eine Brücke, die Pont de Gulleri, markiert die Hälfte der ungefähr sechzehn Kilometer langen Strecke. Diese Konstruktion aus Holz und Eisen führt über den Fluss zu einem Geisterdorf. Sant Romà de Tavèrnoles ist seit Mitte der neunziger Jahre unbewohnt. Die Ruinen der alten Häuser erinnern daran, wie das Leben hier in den Bergen vor Jahrzehnten aussah.

In Rialp endet schließlich das Abenteuer auf dem Wasser. Jedenfalls für heute. Von hier aus geht es im Auto zurück ins Center, wo eine warme Dusche und eine heiße Tasse Kaffee warten.

Auf dem Noguera Pallaresa gibt es noch andere Strecken, die von den Guides je nach Jahreszeit und Wassermenge des Flusses angesteuert werden. Im Sommer fahren die Boote sogar mehrmals am Tag. Eine Wildwasserfahrt dauert ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden. In dieser Zeit werden rund 14 bis 16 km zurückgelegt.

Nervenkitzel auf tosenden Wellen © Rocroi

Noch schneller: Hydrospeed

Wem das Rafting noch nicht wild genug ist, der kann sich beim Hydrospeed direkt in die Stromschnellen werfen und die Fahrt durch das wilde Wasser praktisch hautnah erleben.

Auch wenn es ziemlich rau aussieht, erfordert das Hydrospeed keine besondere Kraftanstrengung. Mit den Beinen steuert man lediglich ein wenig die Richtung. Für den nötigen Schwung sorgt schon die Strömung. Auf speziellen Brettern schwimmt man mit dem Oberkörper wie auf einem Floß und lässt sich vom Fluss treiben. Außer Helm, Schwimmweste  und Schwimmflossen sind hier Knieschützer Teil der Ausrüstung! Denn wer den großen Steinen im wilden Wasser so nah sein will, muss sich auf ein paar Schrammen oder aufgeschürfte Knie gefasst machen.

Mit dem Kajak  

Gemächlicher geht es in den Kajaks oben am Stausee zu. Dort wo der Fluss mit Wasser aus dem See gespeist wird, können kleine und große Leute auf dem klaren Gebirgswasser paddeln. Im Kajak oder auf einem SUP gleitet man auf dem ruhigen Wasser des kleinen Stausees, denn erst wenn das Wasser diesen kleinen See verlässt, verwandelt es sich auf dem Weg ins Tal zu einem „wilden“ Strom.

Sie brauchen weder Vorkenntnisse noch Material, um diese abenteuerliche Wildwasserfahrt in vollen Zügen zu genießen. Denn darum kümmern sich Anbieter mit langjähriger Erfahrung wie Paddleinspain, bei denen Sie diese Rafting Tour in Llavorsí und andere Wasserabenteuer buchen können.

Gemächlich im Wasser unterwegs mit dem Kajak © Rocroi

 

 

Eva Hakes: