Teil 3: Süße Verführung

Über den Riu Onyar

Der Rückweg über die Straße La Força führt nach einem leichten Abstieg zum Fluss Onyar. Den besten Blick auf dessen malerisches Ensemble von ocker-, creme- und roséfarbenen Häusern, die auf Resten einer alten Stadtmauer erbaut sind, hat man von der Brücke von Sant Agustí, die zum Mercadal-Viertel führt, das bereits zum modernen Teil der Stadt gehört. Drei weitere Brücken führen über den Fluss: Die Pont de Gómez, die Pont de Isabel II und die Pont Eiffel, die vom gleichen Architektenteam erbaut wurde wie der berühmte Pariser Eiffelturm.

Girona © Oriol Clavera

Hinein ins süße Vergnügen

An der Plaça Vi mit Rathaus und städtischem Theater beginnt auch die Shoppingmeile der Stadt, die einiges zu bieten hat. Vor allem aber lohnt es sich, den vielen Cafés und Konditoreien besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Man beginne  am Café Antiga (Plaça del Vi, 8), einem kleinen Juwel im modernistischen Stil und bestelle ‚el suizo‘, eine Tasse heiße Schokolade mit Sahne und einem Croissant. Von hier aus arbeite man sich weiter vor zur Vienesa, einer Konditorei und Chocolaterie mit 80jähriger Tradition und breitem Angebot regionaler Köstlichkeiten. Lassen Sie hier nach Möglichkeit noch ein Eckchen Platz im Magen, denn eigentlich liegen noch mindestens drei Pflichhaltestellen auf der süßen Tour durch Girona vor Ihnen: Die hundertjährige Konditorei Castelló, die den typischen Gironeser Kuchen el xuixo erfand, die im Vintage Stil gehaltene Churreria Montse L‘artesana und die Eisdiele Rocambolesc in der Calle Santa Clara. „Rocambolesc“ bedeutet übrigens so etwas wie „sagenhaft“ oder „fantastisch“ und bezieht sich hier auf die Spezialität der mit 100% natürlichen Zutaten arbeitenden Eisdiele, nämlich die „Heißen Eissandwichs“. Genießen Sie das süße Wunder, und sammeln Sie Kraft, denn eine weitere sagenhafte Entdeckungstour liegt noch vor Ihnen.