Route 8: Cambrils – Tarragona – Alcover – Montbrió del Camp – Cambrils

Die Route führt durch die Landkreise Baix Camp, El Tarragonès und l’Alt Camp. Wir starten in Richtung Salou und erreichen als erstes großes Etappenziel Tarragona, um später verschiedene Gemeinden des l’Alt Camp zu durchqueren. Angekommen im Dorf La Selva del Camp, beginnen wir die 7km lange Auffahrt zum Pass Coll de La Batalla mit einem anspruchsvollen, 400m langen, Abschnitt von 11% maximaler Steigung. Mit schöner Aussicht auf die Bergkette La Mussara zu unserer Rechen fahren wir bis nach Alforja, von wo aus wir den angenehmen und schnellen Rückweg nach Cambrils antreten.

 

Salou


Die ersten Sommerurlauber entdeckten den Reiz des Fischerortes Salou an der Costa Daurada bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist Salou mit seinen breiten Strände und feinsandigen Buchten ein touristischer Referenzpunkt der Costa Daurada. Seine Beliebtheit verdankt er unter anderem der attraktiven Lage im Schutze des Cabo de Salou und in unmittelbarer Nähe zur Provinzhauptstadt Tarragona, sicherlich jedoch auch seiner landschaftlichen Schönheit und einer hervorragenden Gastronomie.
Salous breites Angebot an Strand- und wassersportlichen Aktivitäten wird ergänzt durch die zahlreichen Möglichkeiten des Sporthafens, der unbedingt einen Besuch wert ist. Das lebendige Herz des Ortes bildet die Promenade Paseo de Les Palmeres mit einigen schönen Jugendstilbauten, wie zum Beispiel dem Torre de Cal Bonet und einem König Jakob I gewidmeten Denkmal. Weitere Sehenwürdigkeiten sind die Torre Vella, ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das nun als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum genutzt wird und die seit kurzem restaurierte alte Bahnstation. Einen Besuch wert ist auch der Leuchtturm von Salou, der über den wunderbaren Küstenweg Camino de Ronda zu erreichen ist. Der 1858 eingeweihte Leuchtturm ist bis heute in Betrieb, jedoch tagsüber für Besucher geöffnet ist. Mit dem etwas außerhalb gelegenen Freizeitpark Universal’s Port Aventura zählt Salou auch einen der größten Themenparks Spaniens zu seinen Attraktionen.

Costa Daurada – PortAventura. Shambhala © PortAventura

Tarragona

Tarragona, UNESCO Welterbe-Stadt und einst das „Kleine Rom“ der Iberischen Halbinsel, fasziniert mit der sagenhaften Vielfalt seiner historischen Mauern und Monumente. Vom antiken Amphitheater über den Römischen Circus, dessen VIP-Lounge heute Teil einer Pizzeria im Part Alta-Viertel ist, über die mächtige Kathedrale mit der wunderbaren Rosette, das typische Fischerviertel El Serrallo und den berühmten Aussichtspunkt „Balkon zum Mittelmeer“, reicht die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Und das ist erst der Anfang…

Constantí


Constanti liegt im Landkreis Tarragones am Ufer des Rio Francolí. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Epoche der römischen Besatzung zurück. Mit den Ruinen von Centcelles bewahrt Constantí die Reste einer römischen Villa, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die Archäologen faszinieren. Besonders beeindruckend sind die bunten, in Teilen sehr gut erhaltenen, Mosaike in der Kuppel des herrschaftlichen Gebäudes. Als weiteres Monument ist die l’Església Parroquial de Sant Féliu aus dem 18. Jahrhundert zu nennen. Wer sich der Frühgeschichte und Geschichte, den Legenden und Traditionen des Ortes annähern möchte, findet in den drei  Wanderrouten La Ruta de l’Aigua, La Ruta de Sant Llorenç und La Ruta de los Pallaresos einen schönen Zugang zum Leben in und um Constantí.

El Morell

Auf halber Strecke zwischen Tarragona und Reus gelegen, bietet sich das Dörfchen  El Morell für eine kurze Rast an. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die Pfarrkirche Sant Martí im spätbarocken Stil, die Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses errichtet wurde.  Die zweite Sehenswürdigkeit des Ortes ist das Schloss Castell Morell, das im 18. Jahrhundert komplett neu errichtet wurde, da das ursprüngliche Schloss zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ruine war.

Vilallonga del Camp

Villalonga del Camp liegt in der Ebene des Camp de Tarragona im Zentrum des Städtedreiecks  Tarragona, Reus und Valls. Das bedeutendste Gebäude des Dorfes ist die Kirche l’Església Parroquial de Sant Martí, die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.  Ihr hervorstechendstes Merkmal ist die großartige Fassade im neoklassizistischen Stil, die jedoch nie fertiggestellt wurde. Über der Eingangstür befindet sich ein Relief, auf dem der Heilige Martin dargestellt ist, der seinen Mantel teilt, um einem Bettler zu helfen.  Ein in der alten Stadtmauer erhalten gebliebenes Tor erinnert an die lange Geschichte des Ortes, der bereits im 12. Jahrhundert erstmals schriftliche Erwähnung findet. Das dritte Monument Villalongas ist die Kapelle der Heiligen Jungfrau  Mare de Déu del Roser, deren gotische Malereien unlängst restauriert worden sind.

Alcover

Alcover  liegt im Tal des Riu Glorieta im Landkreis Alt Camp inmitten herrlicher Naturlandschaften  von großer Artenvielfalt. Seinen touristischen Reiz verdankt Alcover nicht einem bestimmten Monument als besonderem Attraktionspunkt, sondern dem Zusammenspiel unterschiedlichster architektonischer Elemente, die im Laufe von Jahrhunderten das Ortsbild geprägt haben. Die Alstadt hütet Gebäude aus den Anfangszeiten Alcovers  wie die alte romanische Kirche l’Església Vella o de la Sang , die als kunsthistorisches Monument von nationaler Bedeutung katalogisiert ist. Im höher gelegenen Teil der Altstadt finden wir Gebäude im Renaissancestil, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert und damit der goldenen Epoche Alcovers stammen. Zu diesen gehört vor allem die neue Kirche, Església Nova o de l’Assumpció, die eine der größten des Landkreises ist. Mitten im historischen Zentrum des Ortes befindet sich in einem großartigen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ein Museum mit zwei interessanten Ausstellungen: Die eine zeigt Meeresfossilien in perfekt erhaltenem Zustand, die andere beleuchtet das Leben einiger großbürgerlicher Familien des 20. Jahrhunderts von Alcover und den literarischen Modernismus  in der Region. In der näheren Umgebung liegen außerdem die Kapelle Emita del Remedio im barocken Stil sowie die Reste einiger Papiermühlen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

La  Selva del Camp

Mit historischem Charme und einer Menge Charakter bezaubert La Selva del Camp, einst Residenz des Bischofs von Tarragona, seine Besucher. Vom ehemaligen Festungscharakter des Ortes erzählt die aufwendig restaurierte Burg  aus dem 12. Jahrhundert ebenso wie die erhalten gebliebenen Teile der Stadtmauer und einige Türme aus dem 18. Jahrhundert. Die im Renaissance-Stil erbaute Kirche L´Església de Sant Andreu Apòstol beeindruckt mit der Monumentalität ihrer fünf Schiffe. Ebenfalls unbedingt einen Besuch wert sind der Konvent Sant Rafael und der ehemalige Konvent Sant Agustín. Dieser fungiert heute als Diözesanhaus, in dem ein aufwendig im Renaissance-Stil gestalteter Kreuzgang erhalten ist.  Eine Besonderheitdes Dorfes, die man sich unbedingt aus der Nähe anschauen sollte, sind die Escorralons gennanten, extrem schmalen Gassen, die bei Regen Wasserkanälen gleichen.

La Selva del Camp © Angela Llop

La Selva del Camp © Angela Llop

Vilaplana

Umgeben von malerischer Landschaft schmiegt sich Vilaplana an den Südhang der Sierra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes ist die mit einer Barockfassade geschmückte Pfarrkirche Església Parroquial de la Nativitat de la Mare de Déu, die 1739 eingeweiht wurde. Im Inneren ist ein Bildnis der Heiligen Jungfrau aus der Epoche der Romanik erhalten, in der Fassade befindet sich eine gotische Marienfigur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das befestigte Landgut Mas del Morenet, das aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt sowie die im Gemeindegebiet befindlichen Höhlenmalereien, die als Teil der „Höhlenmalereien des Mittelmeerraumes“ zum Weltkulturerbe gehören.

Alforja

Alforja liegt auf einem Hügel in der Mitte eines Tales zwischen den Gebirgszügen des Priorat und der Serra de la Mussara im Landkreis Baix Camp. Sehenswert ist hier vor allem die hübsche Pfarrkirche Sant Miquel mit dem schlanken Glockenturm, die 1637 eingeweiht wurde. Von der langen Geschichte des Dorfes erzählen auch die Reste der Stadtmauern und der ehemaligen Burg von Alforja. Für die Bewohner Alforjas ist das Heiligtum der Virgen de Puigcerver seit jeher ein religiöser Anziehungspunkt. Das heute bestehende Gebäude wurde nach dem Bürgerkrieg neu errichtet und ist nicht von besonderem architektonischen Interesse, hält jedoch das Gedenken an das ursprüngliche Heiligtum aus dem 13. Jahrhundet aufrecht. Zum religiösen Kulturgut Alforjas zählt außerdem die Kapelle l’Ermita de Sant Antoni.

Les Borges del Camp

Les Borges del Camp ist ein kleines, aber lebendiges Dorf in der Nähe der Modernismus-Stadt Reus. Zu seinen Sehenswürdigkeiten zählt die im Barockstil gehaltene Pfarrkirche l’Assumpció de la Mare de Déu. Die ursprünglich mit drei Heiligenfiguren geschmückte Fassade wurde 1936 zerstört. Heute zieren fünf Heiligenstatuen aus der Künstlerwerkstatt von Ramon Ferran i Pagès in Reus die Fassade, die 1996 eingeweiht wurde: Sant Anton, Sant Josep, die Gottesmutter und zwei Engel. Die Glocken der Kirche rufen je nach Anlass mit 14 unterschiedlichen Klängen die Bewohner des Dorfes zur Messe.   Ebenfalls sehenswert ist die im modernistischen Stil erbaute Kapelle Ermita de la Mare de Déu de la Riera und die vielen in unterschiedlichen Stilen gehaltenen Brunnen des Dorfes.

Botarell

Das kleine Dorf Botarell wird das erste Mal im Jahr 1153 schriftlich erwähnt, vermutlich ist es jedoch noch älter und seine Ursprünge gehen auf ein maurisches Landgut zurück. Die Pfarrkirche Sant Llorenç  wurde zwischen 1617 und 1622 erbaut und ist im Renaissance-Stil gehalten. Von den Altarbildern ist keines mehr erhalten, da alle im Schreckensjahr 1936 zerstört wurden. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste der alten Burg von Botarell, die im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Interessant sind außerdem einige masías, die tyischen Landhäuser der Gegend, insbesondere die Mas d’en Perdiz, die vom modernistischen Architekten Joan Rubió i Bellver restauriert wurde.

Montbrió del Camp


Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirche Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.

Montbrió del Camp © Ferran Llorens