Route 6: Cambrils – Falset – Porrera – Cambrils

Diese Route eignet sich hervorragend, um sich an der schönen Landschaft des Priorats zu erfreuen. Angenehme, kurvenreiche Straßen mit konstanten Höhenunterschieden, eingebettet in eine Landschaft von Weinbergen. Die Kilometer „verradeln“ sich hier wie im Flug. Die Landschaft verändert sich ständig und die Nähe zwischen den Dörfern macht die Strecke zu einem Erlebnis. Im Herbst nach der Weinlese legt sich der Duft frisch gepresster Weintrauben über die ganze Region. Auf der Spitze in la Teixeta angekommen, lässt uns die Abfahrt bis zum Stausee von Riudecanyes den Rausch der Geschwindigkeit spüren. Nun bleibt uns nur noch ein angenehmes Stück bis wir unser Ziel Cambrils erreichen.

 

Mont-roig del Camp

Die Gemeinde Mont-roig del Camp setzt sich zusammen aus dem Küstenort Miami Platja und der historischen Stadt Mont-roig del Camp im Landesinneren. Zwischen dem Gebirgszug der Serra de Colldejou und dem Mittelmeer gelegen, ist diese ein Zentrum des Nuss- und Olivenanbaus. Darüber hinaus ist Mont-roig del Camp die Geburtstadt des Malers Joan Miró, der hier einige seiner bedeutendsten Werke geschaffen hat. Dem entsprechend ist von den zwei Kirchen der Stadt eine inzwischen zum Kulturzentrum Centre Miró umgebaut worden, das die Besucher nun über Leben und Schaffen des Künstlers informiert.
Die neuere Kirche von Mont-roig stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird wegen ihrer Größe auch als „Kathedrale von Baix-Camp“ bezeichnet. Einige Kilometer abseits des Städtchens  liegt auf einem Felsen das Heiligtum Ermita de la Mare de Deu de la Roca aus dem 13. Jahrhundert. Von dem ehemaligen Kloster aus eröffnet sich ein schöner Blick auf Mont-roig del Camp, Mont-Roig Bahia und die Gemeinden der Küste.

Ermita de la Roca (Mont-roig)-andoni epelde (Pedalier)

Ermita de la Roca (Mont-roig)-andoni epelde (Pedalier)

Colldejou

Colldejou ist eines jener winzigen Dörfer Kataloniens, das sich seine Stille und Ursprünglichkeit bewahrt hat. Umgeben von Wäldern und Weiden liegt es auf 431m  Höhe am Fuße der Gebirgskette Mola de Colldejou in der Region Baix Camp. Der einzige Zugang zum Dorf ist die Landstraße von Montroig nach La Torre de Fontaubella. Die Sehenswürdigkeiten von Colldejou sind die Pfarrkirche Sant Llorenç mit ihrem achteckigen Turm,  die Kapelle der Mare de Déu de les Malalties und die Mas de Marinyà. Das Dorf verfügt außerdem über zwei für Radsportler interessante touristische Einrichtungen:  Bar-Restaurant EL CASAL (Tel. 977837240), Hotel Aire (Tel. 977054921).

La Torre de Fontaubella

Im äußersten Südosten der Region Priorat und bereits an der Grenze zum Baix Camp liegt das Dorf La Torre de Fontaubella auf 369m Höhe in der Nähe des Baches Marça. Wichtigste Sehenswürdigkeit des Dorfes ist die einschiffige Kirche Església de la Nativitat de Santa Maria aus dem 18. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die Reste des zehn Meter hohen Turmes Torre de Rafolí, der vermutlich aus maurischer Zeit stammt. Tipp: Die lokale gastronomische Spezialität sind Bohnen mit Schnecken begleitet von einem guten Glas DO Montsant.

Falset

Falset liegt im Herzen des Priorat am Fuße der Serra del Montsant. Das Dorf ist berühmt für seine Weine, die aufgrund des speziellen Mikroklimas und der kargen Böden besonders reiche und charakteristische Aromen ausbilden. Die von César Marinell im modernistischen Stil erbaute Kellerei von Falset zählt als „Kathedrale des Weins“ zweifellos zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von des Dorfes.  Auch die Burg Castell de Falset aus dem 12. Jahrhundert ist unbedingt einen Besuch wert. Man sagt, dass zwei der bedeutendsten katalanischen Frauen des Mittelalters hier geboren wurden: Leonor de Prades, Königin von Zypern und Jerusalem (1333-1416) und Margarita de Prades, Königin von Aragon und letzte katalanische Königin (1487-1529). Heute beherbergt die komplett restaurierte Burg das Landesarchiv des Priorat und das Weinmuseum Castell del Vi, in dem der Gast viel über die Geheimnisse dieser besonderen Weinbauregion lernen kann.

Gratallops

Gratallops ist ein bezauberndes 250-Seelen Dorf mit vier Restaurants, zwei Hotels, einer Bäckerei, zwei Lebensmittelläden, einem Keramikladen und einem fliegenden Gemüse- und Fischmarkt. Das Juwel der dörflichen Infrastruktur ist jedoch das wunderbar gelegene Freibad. Unter den touristischen Attraktionen ist die atemberaubend schöne Landschaft mit den terrassenartig angelegten Weingärten besonders erwähnenswert. Darüber hinaus zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Dorfes die Pfarrkirche Església de Sant Llorenç aus dem 18. Jahrhundert, La Casa dels Frares, die ehemalige Residenz der Mönche von L’Escaladei mit einem Portal im Renaissance-Stil und die Kapelle L’Ermita de la Mare de Déu de la Consolació (12.-14.Jh.), die ein religiöser Referenzpunkt für die Bewohner des Priorats  ist. Im Zentrum der prestigeträchtigen Weinregion Priorat gelegen, beherbergt Gratallops außerdem mehrere bedeutende Weinkeller.

Costa Daurada - Gratallops © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Costa Daurada – Gratallops © Patronat de Turisme de la Diputació de Tarragona

Torroja del Priorat

Das Dorf Torroja del Priorat liegt auf einem Hügel im Tal des Siurana-Flusses. Als eine typische Ortschaft des Priorats  widmet sich Torroja in erster Linie dem Weinbau, dessen excellente Erzeugnisse das Gütesiegel DOC Priorat tragen.  Den besonderen  Reiz Torrojas machen vor allem die kopfsteingepflasterten, steilen Gässchen aus, deren besondere Atmosphäre allein bereits einen Zwischenstop hier rechtfertigen. Darüber hinaus ist die Pfarrkirche l’Església parroquial de Sant Miquel einen Besuch wert. Diese wurde zwischen 1766 und 1767 im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen erbaut und beherbergt eine Orgel im romantisch-französischen Stil mit katalanischen Elementen. Um 1800 vom französischen Landsmann Joan Pere Cabaille erbaut, wurde die Orgel in den letzten Jahren restauriert und zählt nun zu den Sehenswürdigkeiten Torrojas. Ebenfalls sehenswert: Die traditionellen Gutshäuser aus dem 19. Jahrhundert, insbesondere die beeindruckend große Cal Comte.

Porrera


Bis ins 12. Jahrhundert hinein lässt sich die Geschichte Porreras zurückverfolgen, seine Glanzzeit hatte das Dorf jedoch im 18. und 19. Jahrhundert. Davon zeugen die prächtigen Herrenhäuser jener 16 Familien, die damals das Dorf beherrschten, aber auch die vielen Sonnenuhren unterschiedlichsten Designs, die hier zwischen 1840 und 1880 entstanden.  Das bedeutendste Bauwerk Porreras ist wohl die Pfarrkirche Sant Joan Evangelista im neoklassizistischen Stil mit barocken Elementen. Ebenfalls sehenswert ist die Einsiedelei Ermita de Sant Antoni Abat. Porrera bietet zwei geführte Ortsbesichtigungen an. Die erste trägt den Titel Tomb de Porrera und führt in 45 Minuten zu den geschichtsträchtigen Plätzen des Dorfes als einem der typischen Vertreter der Weinregion Priorat DOQ und ihrer Kultur. Die zweite ist den 14 unterschiedlichen Sonnenuhren  des Dorfes und ihrer Geschichte gewidmet. Mit seinen feinen regionalen Köstlichkeiten verführt Porrera einerseits zum genussvollen Shoppen andererseits zu weinlastigen Pausen in den hiesigen Bars und Cafés.

Duesaigües

Duesaigües im Baix Camp liegt am Fuße der Serra de l’Argentera i de Pradell zwischen zwei Schluchten. Diese werden von zwei großen Eisenbahnbrücken überspannt, die als Wahrzeichen der Region gelten. Eine von ihnen trägt sogar den Status Industrie-Kulturerbe. Sehenswürdig ist außerdem die Pfarrkirche Santa Maria im Renaissance-Stil, die ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert stammt, jedoch später ausgiebig restauriert wurde. In den letzten Jahren hat sich Duesaigües zu einem beliebten Sommerurlaubsort entwickelt, der mit wunderbaren Wandermöglichkeiten im Gebirge und gleichzeitiger Nähe zum Mittelmeer punktet.

Ruidecanyes und Castell d‘Escornalbou

Das von Olivenfeldern umgebene Ruidecanyes liegt im Landkreis Baix Camp an einem Stausee unterhalb der Burg Castell d’Escornalbou. Ruidecanyes ist bekannt für seine feine Gastronomie, in der das regionale Olivenöl eine zentrale Rolle spielt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört weiterhin die Renaissancekirche Eclésia de Sant Mateu de Riudecanyes und das oberhalb des Dorfes gelegene, ehemalige Burgkloster Sant Miguel d’Escornalbou, welches im 12. Und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Als Zentrum einer großen Baronie war das Kloster lange von Augustiner-Mönchen bewohnt, ab dem 15. Jahrhundert dann von Franziskanern. 1835 kam es zur Säkularisierung, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es restauriert und bietet nun den Besuchern die Möglichkeit, die vielen Geheimnisse des geschichtsträchtigen Ortes zu erkunden

Castell d'Escornalbou

Castell d’Escornalbou

Montbrió del Camp

Das hübsche Dorf Montbrió del Camp liegt zwischen der Serralada Prelitoral und der Mittelmeerküste in einer idyllischen Landschaft. Das Dorf ist seit den 80er-Jahren bekannt für seine Thermalbäder und hält aufgrund seiner fast tausendjährigen Geschichte einige Sehenswürdigkeiten bereit. Zu diesen gehört die Renaissance-Kirche Sant Pere Apòstol mit der beeindruckenden Orgel, die Kirch Eglésia del Carme im neoklassizistischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, das Rathaus im Renaissance-Stil aus dem 17. Jahrhundert und die Kapelle Ermita de Sant Antoni, die im Jahr 1704 erbaut wurde.