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Auf die Pedale fertig, los!

Zwischen knorrigen Korkeichen und Pinien hindurchradeln, den Duft von Zistrosen, Eucalyptus und Rosmarin in der Nase, in der Ferne die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, rechts und links alte Bauernhöfe, romanische Kirchen oder die zugewucherten Krater der Vulkanlandschaft Garrotxa: So kann eine Fahrradtour in Katalonien aussehen. Der Zweiradtourismus boomt hier genauso wie anderswo und in den letzten Jahren wurde kräftig an der Infrastruktur gearbeitet, um einige technische Hürden auszuräumen. Ob es eine kleine Spritztour ins Hinterland der Küsten sein soll oder eine anspruchsvolle Tagestour mit 100 Kilometern oder mehr – für jeden Geschmack und jede Kondition lässt sich das Passende finden, wobei einem das Internet oder GPS-Geräte auf die Sprünge beziehungsweise in die Pedale helfen.

 

Beget © Oriol Clavera

 

Wer es gemütlich mag, kann sich zum Beispiel hoch über Barcelona auf den 18 Kilometer langen Passeig de les Aïgues auf halber Höhe vom Hausberg Tibidabo begeben und beim Fahren auf ebener Strecke das Panorama von Metropole und Meer genießen. Besonderen Naturgenuss und ein relativ bequemes Radeln versprechen die Vies Verdes, die sogenannten grünen Wege: gut ausgebaute, zum Teil asphaltierte Fahrradwege, die auf stillgelegten Bahnstrecken angelegt wurden. Einer der schönsten, der ca. 78 Kilometer lange Carrilet, führt von den Pyrenäen bis zum Mittelmeer. Dabei geht es allmählich bergab, sodass die 6,5-stündige Tour nicht übermäßig die Waden strapaziert. Unterwegs kann man in Olot, der Provinzhauptstadt Girona, aber auch in kleinen Gebirgsdörfern Station machen, bevor man schließlich am Strand von Sant Feliu de Guíxols ins kühle Nass springt. Besonders abenteuerlich ist die 50 Kilometer lange Via Verde im Landkreis Terra Alta im Süden Kataloniens, die unter anderem die enge Schlucht des Canaleta-Flusses passiert. Später erreicht man das einsame Heiligtum Fontcalda, wo man in warmen Thermalquellen baden kann. Oder wie wäre es mit dem Aran Bike Park? Mitten im Hochgebirge der Pyrenäen lockt der Parcours abenteuerlustige Mountainbiker auf die spektakuläre Blanhiblar-Piste in Naut Aran, wo sich im Winter die Skifahrer tummeln – und auch im Sommer der Blanhiblar-Sessellift Fahrradfahrer in luftige Höhen bringt (www.visitvaldaran.com).

 

Grüne Wege © Mariano Cebolla

 

Aber auch ambitionierte Rennfahrer finden ein unerschöpfliches Betätigungsfeld vor. Mehrere Fernradrouten starten beispielsweise in Cambrils an der Costa Daurada. Von hier kann man an der Küste entlang über die Stadt Tortosa und das Ebrodelta zum knapp 1500 Meter hohen Montcaro im Gebirge Els Ports hinauffahren – auf der knapp 200 Kilometer langen Strecke geht es jeweils 3250 Meter bergauf und bergab, sodass man schon eine gute Kondition mitbringen muss. Reichlich Meer und Berge – katalanisch Mar i Muntanya – verspricht auch die etwa 100 Kilometer lange Route, die einen Bogen um die Jugendstilstadt Reus sowie die malerischen Orte Falset und Porrera im Landesinneren schlägt. Außerdem kann dem Trubel an der Costa Brava schnell entfliehen, wer von Lloret de Mar aus an wildromantischen Buchten der Steilküste entlang zu Burgen oder mittelalterlichen Dörfern im Hinterland der Küste aufbricht. Für den besonderen Kick sorgen die Routen ins Montseny-Gebirge mit Steigungen von 1900 Metern auf 135 Kilometern.

Neben fahrradfreundlichen Hotels erleichtern vor allem die Centres BTT, spezielle Bike-Zentren das Fahren. Mit mindestens 100 Kilometern Fahrradwegen für alle Niveaus im Umkreis verfügen sie über Fahrradverleih, Parkplätze, Dusch- und Waschmöglichkeiten, einen Reparaturservice und versorgen ihre Besucher auch mit allen touristischen Informationen in verschiedenen Sprachen. Ganz wichtig: Wo immer man mit dem Rad unterwegs ist, sollte man unbedingt einen Fahrradhelm tragen, der in ganz Spanien obligatorisch ist.

 

La Pobla de Segur © Cablepress

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