Garrotxa: Sehenswürdigkeiten und Naturlandschaften

DIE DREI WAHRZEICHEN DER GARROTXA

Die drei Wahrzeichen der Region liegen jedoch in der Zona Volcánica de la Garrotxa. Die Vulkane Croscat und Santa Margarida sowie der zauberhafte und literarisch verewigte Buchenwald Fageda d’en Jordà sind für jeden Besucher der Garrotxa Pflichtprogramm. Immerhin ist der Croscat mit einer Höhe von 160 Metern der höchste Vulkankegel der Iberischen Halbinsel, die Fageda d’en Jordà trägt alle Attribute eines Märchenwaldes und der kreisrunde Krater von Santa Margarida, in dessen Mitte eine romanische Kapelle liegt, ist einfach eine unvergessliche landschaftliche Schönheit. Erfreulicherweise lasssen sich diese drei Sehenswürdigkeiten auf einer einzigen Wanderroute erkunden, die mitten ins Herz der Garrotxa führt.

La Fageda d'en Jordà © Jordi Pareto

La Fageda d’en Jordà © Jordi Pareto

ITINERANNIA: WANDERN IM NETZ

Insgesamt durchziehen 28 Wanderwege den Naturpark, so dass für jeden Anlass und jedes Fitnesslevel vom halbstündigen Spaziergang bis zur siebenstündigen Wanderung etwas dabei ist. Diese 28 Wanderrouten schließen an das Wanderwegenetz Itinerannia an, ein innovatives Projekt, das die alten Fußpfade, die seit jeher die Dörfer der Region miteinander verbanden, wieder instand gesetzt und mit Markierungen versehen hat. Das Netz Itinerannia durchzieht außer der Garrotxa auch die Landkreise Alt Empordà und Ripollès, was es dem Wanderer ermöglicht, von hier aus bis an die Küste oder in die Pyrenäen weiter zu wandern. Doch zunächst gibt es reichlich Gelegenheit, seine Entdeckerlust in der Garrotxa ausleben.

DIE TOP-10 DER GARROTXA

Wir alle wissen, dass die besonders unvergesslichen Reiseerlebnisse meist abseits der touristischen Attraktionen liegen und dass die kleinen Dinge am Rande des Weges oft einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen als die „echten“ Sehenswürdigkeiten. Doch bei allem Lob für die Schönheit der kleinen Dinge, wollen wir Ihnen dennoch hier die Top-10 unter den Sehenswürdigkeiten der Garrotxa vorstellen:

Naturschutzgebiet Montsacopa

Das Naturschutzgebiet Montsacopa befindet sich auf dem Gebiet von Olot, der Hauptstadt der Garrotxa. Der kreisrunde Vulkankegel hat einen Durchmesser von 120 Metern und bietet spannende Einsichten in den Vulkanismus der Region. Auf dem Gipfel des Kraters liegt die Kirche Sant Francesc aus dem Jahr 1875. Die beiden Wachttürme, die während der Carlistenkriege erbaut wurden, sind hervorragende Aussichtspunkte, von denen aus man nicht nur Olot, sondern auch weite Teile der Zona Volcánica de la Garrotxa überblicken kann.

Montsacopa © José Luis Rodríguez

Montsacopa © José Luis Rodríguez

Castell de Juvinyà

Die Burg zwischen Olot und Sant Joan de Fonts fungiert als Informationszentrum, in dem man sich mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sant Joan de Fonts vertraut machen kann. Dazu gehören die Festung (14. Jahrhundert) und der Verteidigungsturm (12. Jahrhundert), ein mittelalterlicher und ein moderner Kanal, das Modell einer Getreidemühle, die hier ursprünglich stand und eine Multimedia-Installation über Sant Joan les Fonts und La Garrotxa.

Xenacs

Das Gebiet der Área de Xenacs lockt Wanderer mit vielen spannenden Themenwegen und dem auf 909m Höhe gelegenen Aussichtspunkt Puig Rodó, der herrliche Panoramablicke über die Garrotxa bietet.

Die Basaltfelsen von Castellfollit de la Roca

Das Dorf Castellfollit de la Roca erhebt sich über bizarr geformten, 40 Meter hohen Basaltfelsen. Die Häuser des Dorfes mit mittelalterlich engen Gassen und malerischen Plätzen sind zum großen Teil aus vulkanischem Material erbaut, der  Straßenbelag des alten Dorfkerns besteht ebenfalls aus Basalt, anderes gesagt, aus erkalteter Lava.

Die Basaltströme von Sant Joan les Fonts

Auf dem Gebiet der alten Industriemühle Molí Fondo liegen drei sich überlagernde Lavaströme, die als Folge unterschiedlicher Vulkanausbrüche flussabwärts flossen. Die erkaltete Lava hat hier bizarre Säulen und Plattenformationen gebildet. Spuren der Industriekultur und ein lebendiger Flusswald sorgen dafür, dass nicht nur Geologen den Ort mit Faszination erkunden.

Parc Nou

Der Parc Nou, ursprünglich ein idyllischer Landsitz, ist heute der Stadtpark von Olot, den zu besuchen sich allein schon lohnt, um die großartige Torre Castanys im modernistischen Stil zu besichtigen.

Sant Feliu de Pallerols

Für den Besuch des Örtchens Sant Feliu de Pallerols sollte man sich ein wenig Zeit nehmen. Gleich zwölf extra zu diesem Zweck angelegt Fußwege führen den Besucher zu den großen und kleinen Sehenswürdigkeiten des Ortes. Zu diesen zählen: Die Lavaströme des Traiter am Fluss Brugent, der Vulkan Sant Marca, der nur 20 Minuten vom Ortskern entfernt liegt, die Landschaft des Riu Brugent, der historische Gebäudekomplex aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die mittelalterlichen Brücken, die Mühle de la Conqueta und viele weitere..

Santa Pau

Der historische Stadtkern von Santa Pau fasziniert mit seinem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, der Burg aus dem 13./14. Jahrhundert, dem historischen Marktplatz Fira dels Bous, der einschiffigen gotischen Kirche Santa Maria und einem wunderbaren Aussichtpunkt über das Tal Ser.

Santa Pau © Servicios Editoriales Georama

Santa Pau © Servicios Editoriales Georama

Olot

Die Hauptstadt von La Garrotxa wurde 1427 und 1428 von Erdbeben erschüttert, welche die mittelalterliche Architektur des Ortes zerstört haben. Dennoch sind einige interessante Monumente erhalten geblieben, so zum Beispiel die Kirchen Sant Esteve und Virgen del Tura, das Renaissance-Kloster El Carme und der „Weg der modernistischen Architektur“. Darüber hinaus beherbergt Olot mehrere interessante Museen, unter ihnen das Museu de la Garrotxa.

Olot © José Luis Rodríguez

Olot © José Luis Rodríguez

Der Park de Pedra Tosca

Lange wurde auf dem Gebiet des Parc de Pedra Tosca Getreide und Gemüse angebaut – eine harte Arbeit auf der feinen Humusschicht über den Lavaströmen des Croscat. Der Park de Pedra Tosca ist eine Hommage an des Werk derjenigen, die vor 150 Jahren diesen Boden kultivierten und eine Form der Land-Art, welche die Traditionen des ländlichen Raumes der Garrotxa reflektiert: Aus Lavabrocken geformte Trockensteinmauern mit eleganten Torbögen geben Vulkansteinfeldern und Gärten die Anmutung eines Labyrinths, das zu erkunden sich unbedingt lohnt!

El Croscat © José Luis Rodríguez

El Croscat © José Luis Rodríguez

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