Den Herbst in Katalonien genießen – Zwei einzigartige Weekendtrips

Wenn Sie die Möglichkeit haben, einfach mal für ein Wochenende dem deutschen Herbstwetter zu entkommen, dann zögern Sie nicht mit der Buchung und schlagen Sie sofort zu. Die entsprechenden Ideen, wie Sie Ihren Kurztrip nach Katalonien spannend gestalten können, liefern wir Ihnen hier. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Lassen Sie sich inspirieren…

Egal ob Sie Sport und Action oder Kultur und Beschaulichkeit suchen, ob es Sie ans Meer zieht oder in die Berge, in Katalonien finden Sie wunderbare Möglichkeiten, sich einen abwechslungsreichen Kurztrip ganz nach den eigenen Wünschen zusammenzustellen. Wir stellen Ihnen hier zwei ganz unterschiedliche Wochenendprogramme vor. Einmal Action, Sport und Abenteuer an der Küste in Salou und einmal Bergromantik und Naturerlebnis in den Muntanyes de Prades und der Serra de Llaberia. Vielleicht ist Ihr idealer Weekend-Trip dabei. Wenn nicht – sehen Sie unsere Vorschläge als Inspiration und stellen Sie ihr ganz persönliches Traumprogramm für einen Kurzurlaub zusammen. Katalonien macht auch Ihre Träume wahr, da haben wir überhaupt keine Zweifel…

Ein Wochenende in Salou – Sport, Natur und Abenteuer

Im Sommer setzt Salou auf Strand, Meer und lange Nächte. Wenn im Herbst und Winter die Temperaturen sinken, kommt allerdings auch keine Langeweile auf. Denn dann begeistert Salou mit einem actionreichen Outdoor-, Sport- und Funprogramm, das garantiert die ganze Familie begeistert. Hier unser Vorschlag für ein Wochenende in Salou:

Abenteuer Hochseilgarten

Bei Ihrer Ankunft am Nachmittag erkunden Sie Salou. Vielleicht möchten Sie mit dem bunten „Tourist Train“ eine Runde durchs Zentrum drehen. Der fährt allerdings nicht in den Wintermonaten – aber ein Bummel durch den Ort mit der berühmten Strandpromenade ist auch zu Fuß ein Genuss. – Wer anstatt des ruhigen Bummels sofort Action sucht, findet im Hochseilgarten BoscAventura sein Glück. Wer es liebt zu klettern, von Baum zu  Baum zu schwingen und rasante Seilrutschen auszuprobieren, der ist hier an der richtigen Adresse. BoscAventura bietet Parcours, die bereits für Dreijährige geeignet sind – aber auch Erwachsene, die echten Nervenkitzel und Herausforderung suchen, werden sich hier nicht langweilen. Zum Abendessen geht’s in die Altstadt von Salou. Starten Sie einfach am Carrer de Barcelona – und wählen Sie aus der Vielzahl der Restaurants einfach das aus, das Sie heute abend magisch anzieht.

Salou © Nano Cañas

Achterbahn und Themenwelten: Familienspaß in PortAventura

Der nächste Tag ist ganz dem Abenteuerpark PortAventura gewidmet. Hier gibt es die irrsten Achterbahnen, die längsten Wasserrutschen, die witzigsten Pools, die exotischsten Themenwelten – und in diesem Jahr auch ein ganz besonderes Jubiläumsprogramm. PortAventura wird 20 Jahre alt. Das bedeutet: Es gibt grandiose Jubiläumsangebote und außerdem vom 26.9. bis zum 15.11. ein besonders schauderhaftes Halloween-Programm, das Sie sich um keinen Preis entgehen lassen sollten.

Golf und Küstenwandern

Ihr dritter Tag in Salou bringt Sie wieder zurück auf die Erde, um nicht zu sagen auf den Rasen. Golffans  finden im Lumine Golf Club in Salou ein Paradies, das sie andernorts vergeblich suchen würden. Hier gibt es nicht einen Golfplatz, sondern drei. Das sind insgesamt 45 Löcher pures Golfvergnügen in einer Landschaft, deren abwechslungsreiche Ästhetik einfach Freude macht. Ob Blicke auf Pinienlandschaft und Küstenwälder, archäologisch interessante Ruinen oder Aulandschaften – jeder der Plätze begeistert mit einzigartigen Naturelementen.
Wer eine Wanderung der Golfpartie vorzieht, findet im Camí de Ronda von Salou den perfekten Weg, um die Schönheiten der Küste von Salou zu erkunden und noch mal richtig Mittelmeer zu tanken, bevor es wieder nach Hause geht. Der Weg führt auf 2,5 Kilometern zum Leuchtturm von Salou und bietet immer wieder wunderbare Aussichten über die Küste.

Club Golf Llavaneres © Club Golf Llavaneres

Ein Wochenende in den Bergen von Prades und der Serra de Llaberia

Es zieht Sie in die Berge – aber es wäre schön, das Meer in der Nähe zu haben? Sie sehnen sich nach Ruhe und Stille, aber langweilen möchten Sie sich nun auch wieder nicht? Voilà, hier ist die Lösung: Im Hinterland der Costa Daurada bezaubern die Bergketten der Muntanyes de Prades und der Serra de Llaberia mit zauberhaften Wäldern, grünen Hängen und wunderbaren Wanderwegen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Und die kleinen Gebirgsdörfer? Versprühen jenen exotischen Reiz, der den Großstädter des 21. Jahrhunderts in die Knie zwingt – oder zumindest in den Stuhl einer kleinen Straßenbar, wo er dann den allerunvergesslichsten Wein seines Lebens trinkt.
Also auf zum Weekendtrip im Hinterland der Costa Daurada!

Auf in die Dörfer

Starten Sie Ihr Wochenende in den Muntanyes de Prades im Dorf Capafonts. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, sich zu akklimatisieren und sich auf den Rhythmus des Ortes einzuschwingen. Streifen Sie eine Weile durch den Dorfkern, genießen Sie die wunderbaren Aussichten – und machen Sie sich dann daran, die größte historische Sehenswürdigkeit des Ortes zu besuchen: Den alten Ofen der Bäckerei. Dieser stammt aus dem 13. Jahrhundert, war „bis vor kurzem“ noch in Betrieb und wurde erst 1985 zur musealen Sehenswürdigkeit erklärt.

Eine halbe Autostunde enfernt liegt La Mussara, ein verlassenes Dorf maurischen Ursprungs, das mit herrlichen Aussichten über das Gebirge, dem Reiz seiner historischen Gemäuer und einer geradezu magischen Atmosphäre den Besucher in seinen Bann zieht. La Mussara ist Ausgangspunkt verschiedener Wanderwege und bietet sich deshalb für einen Gebirgsspaziergang im warmen Licht der nun schon tief am Himmel stehenden Sonne an.

Vilaplana © Miguel Raurich

Wandern in den Muntanyes de Prades

Am zweiten Tag Ihres Wochenendtrips in die Muntanyes de Prades geht es so richtig in die Natur. Falls Sie geübte Pilzsucher sind, werden Sie in den Bergen von Prades vermutlich nicht umhin können, ein Körbchen mit diesen Köstlichkeiten des Waldes zu füllen. Für alle anderen empfiehlt sich ein Besuch im malerischen Dörfchen Prades mit anschließender Wanderung, die unter anderem zur Ermita de la Abellera und zur Roca Foradada führt. Die knapp 10 Kilometer lange Tour ist leicht zu bewältigen und führt uns zu einem der beeindruckendsten Heiligtümer der Region. Die 1570 erbaute Ermita de la Abellera schmiegt sich in den Fels einer noch wesentlich älteren Höhle. Diese besondere Verbindung zwischen religiöser Kunst und Natur zeigt auch die Statue der Gottesmutter  von Abellera, die als Patronin der Bienenzüchter verehrt wird. In ihrer Krone trägt sie das Wappen von Prades – und 50 Bienen.

Miró und Mont-roig del Camp

Das Nachmittagsziel an diesem Tag heißt Mont-roig del Camp. Es lohnt sich ein Besuch des Heiligtums Ermita Virgen de la Roca mit der Sant Ramons-Kapelle, die sich hoch über dem Dorf auf einem Felsen erhebt. Der Ausblick von hier ist einzigartig und reicht weit über das Land bis an die Küste. Darüber hinaus ist Montroig auch die geistige Heimat Joan Mirós, dessen Familie hier ein Anwesen hatte. Über Jahrzehnte verbrachte der Künstler seine Sommer in Montroig, fand Inspiration in der ländlichen Stille und Ursprünglichkeit und verewigte die intensiven Farben und bizarren Formen der hiesigen Felsen und Klippen in seinen Bildern. Im Folgenden muss man sich entscheiden: Entweder schließt man einen Besuch im Centre Miró in Montroig an, oder man besucht die Klosterburg Castell de Sant Miquel de Escornalbou, die mit ihrer bewegten Geschichte und einem gerade wilden Stilmix verschiedenster Epochen ganz zweifellos die Fantasie anregt.

Mont-roig del Camp © Miguel Raurich

Die geheimnisvollen Vampire von Pratdip

Mit der schon am Vorabend beflügelten Fantasie im Gefolge, ist ein Besuch in Pratdip ein ganz besonderer Genuss. Das malerische Dorf mit den mittelalterlichen Gassen, Wachttürmen und Kirchen ist der Legende nach die Heimat geheimnisvoller Wesen: Die Dips sind schwarze Hunde von vampirischem Charakter, die schon so lange mit der Geschichte des Dorfes verbunden sind, dass Sie Eingang in das Wappen von Pratdip gefunden haben. Wenn Sie nicht heute Abend schon wieder nach Hause müssten, dann könnten Sie vielleicht hören, wie die hungrigen Dips ihre lang gestreckten Hälse zum Himmel recken und beim Anblick des weißen Mondes heulen, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Aber so – müssen Sie für dieses Erlebnis wohl einfach noch einmal wiederkommen…