Costa Daurada

Die Costa Daurada ist die touristische Bezeichnung des Küstenabschnitts, der sich nördlich und südlich der Stadt Tarragona- und ihrem Hinterland- zwischen den Ortschaften Cunit und l’Hospitalet de l’Infant erstreckt. Die Küste ist relativ flach und besitzt ausgedehnte Strände mit geringen Wassertiefen und feinem, goldenen Sand, dem sie ihren Namen „Goldene Küste“ vedankt.

Das angenehme, typisch mediterranes Klima, hat die großartige Entwicklung des Tourismus begünstigt. Im milden Winter beherrscht vom Nordwestwind Mestral und im Sommer vom trockenen Südwestwind Garbí, der jeden Dunst vertreibt und so die gereinigte Atmosphäre einen wunderbar tiefblauen Himmel freigibt.

Maritim und bäuerlich sind zwei der Adjektive, die die Costa Daurada und die Lebensweise ihrer Bewohner am besten beschreiben. Die Welt des Meeres ist die der Fischer, der Händler, der Abenteurer und Wagemutigen, der Träumer von unbekannten Ländern. Das Bild dieser Küste zeichnen die bis an die Strände heranreichenden Pinienwälder, die Olivenhaine, Mandelbäume und Haselnusssträucher aus. Ebenso prägen die Rebstöcke, die die harte Arbeit  zahlreicher Bauerngenerationen bezeugen, die Landschaft. Ihre Terrassen reichen bergan bis an die Kastanien- und Tannenwälder der Serra de Prades oder bis an die kahle Hochebene, gekrönt von der Serra del Montsant.

Wussten Sie das schon?

Die Costa Daurada bietet ein reiches  Angebot für Reisende. Verschiedene Ursprungsbezeichnungen wie die DO Conca de Barberà, DO Tarragona oder DO Montsant sind hier zu finden. Mehr Infos über die Ursprungsbezeichnungen und die Weinkellereien finden Sie hier.

Was Costa Daurada bietet

Montblanc

Montblanc ist die schöne Hauptstadt des Landkreises Conca de Barberà. Das Ursprungstal des Francolí zwischen der Serra de Prades (S), der Serra del Tallat (NW) und der Serra de Miramar (SO) sowie ein an die Hochebenen der Segarra grenzendes Gebiet umfasst dieser Landkreis. Ein prächtiger, von sehr gut erhaltenen Festungsmauern mit diversen Türmen und Toren umgebener monumentaler Komplex ist der Stadt bewahrt geblieben. Aus dem 13. Jahrhundert stammen unter anderem die Kirche Sant Miquel mit ihrer romanischen Fassade, die Klöster Sant Francesc und La Serra, letzteres außerhalb der Stadtmauern, und das Hospital Santa Magdalena, dem nachträglich ein Renaissancekreuzgang hinzugefügt wurde. Die emblematischsten Bauwerke – die Stadtmauer und die gotische Kirche Santa Maria mit ihrer spätgotischen Fassade und einer großartigen Orgel – stammen aus dem 14. Jahrhundert. Bemerkenswerte Herrenhäuser sind der Königliche Palast, das Palais El Castlà sowie die Casa Desclergues, die Casa Josa und die Casa Alenyà. El Pont Vell  (Alte Brücke) über den Francolí hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert.

Kloster Poblet

Königliche Zisterzienserabtei Santa Maria de Poblet. Diese katalanische Zisterzienserabtei in der Provinz Tarragona ist eine der größten und prächtigsten in ganz Spanien. Sie liegt auf der sogenannten Zisterzienserroute, einem Fernwanderweg, der die drei großen Zisterzienserklöster Kataloniens miteinander verbindet. Eingebettet in eine beeindruckende Umgebung des Barberà-Beckens beherbergt die imposante Klosteranlage mit einer befestigten königlichen Residenz die Grabstätte der katalanisch-aragonesischen Herrscher. Das zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert erbaute Kloster ist in jüngerer Zeit restauriert worden. Es besteht aus drei Einfriedungen, die eine gemeinsame Außenmauer umschließt. Die Geschichte Poblets geht zurück auf das Jahr 1150, als Ramon Berenguer IV. dem Abt Fontfreda in der Conca de Barberà für die Gründung eines Zisterzienserklosters Land zur Verfügung stellte. In seiner Blütezeit im 14. Jahrhundert hatte es die Rechtsgewalt über sieben Baronien. Die Finanzkraft des Klosters und der zunehmende Schutz durch das Königshaus spiegeln sich in den Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert, der imposanten Bibliothek und dem Skriptorium wider. Derzeit besteht die Klostergemeinschaft aus 30 Mönchen. 1991 wurde der Komplex von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Valls

Valls, die Kreisstadt des Alt Camp, ist ein attraktiver Ort mittelalterlichen Ursprungs, in dem auch sehenswerte Denkmäler aus späteren Epochen vorhanden sind:   die spätgotische Kirche Sant Joan (1570) mit ihrer Renaissancefassade, die Capella del Roser, die ebenfalls eine Renaissancefassade und zwei prachtvolle Kachelbilder (1605) mit Szenen aus der Schlacht von Lepanto besitzt, oder das neoklassizistische Teatre Principal.  Auch sehenswert sind die Castells (katal. : Burg), oder Menschentürme, die mit ihrer über 200-jährigen Geschichte auf der UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts waren diese Menschenpyramiden bekannt als Xiquets de Valls. Heute sind sie Ausdruck einer tief verwurzelten Volkskultur, die sich in ganz Katalonien herausgebildet und verbreitet hat.

Montbrió del Camp

Montbrió del Camp liegt in der Mitte des Camp de Tarragona, unweit der Küste (Cambrils und Salou) und von Reus entfernt. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in der traditionell landwirtschaftlich orientierten Ortschaft (Muskateller, Öl) unter Nutzung der vorhandenen Heilquellen ein großer Thermalkomplex unter dem Namen „Hotel Termes Montbrió“ gebaut, der einige restaurierte modernistische Gebäude und andere hochmoderne sowie eine große, üppig bepflanzte Parkanlage umfasst. Die Merkmale des Thermalwassers (hyperthermal, je nach Quelle 41 °C bis 81 °C warm; reich an Natriumchlorid, Ionen, Bikarbonat, Sulfaten und anderen Mineralien) sorgen dafür, dass sie besonders gut zur Behandlung von chronischen Rheumatismen, Haut- und Atemwegserkrankungen, sowie zur Durchführung von Antistress- und Schlankheitskuren geeignet sind. Das übliche Kurangebot wird von einem Schönheits- und Gesundheitszentrum komplettiert. Als hochmodernes Kurhotel der neuesten Generation (mit aquatonischen Anlagen) wird der Komplex allen Ansprüchen des modernen Wellness-Konzepts gerecht, und die Nähe des Strandes und des Freizeitparks „Port Aventura“ erlauben eine dynamische Gestaltung des Aufenthalts.

Mont-Roig del Camp

Südlich von Cambrils erstrecken sich entlang der Küste eine Reihe von Stränden mit sauberem, klarem Wasser, die zu den Gemeinden Mont-roig del Camp und Vandellòs i l’Hospitalet de l’lnfant gehören. Im ersten Abschnitt sind diverse sehr gut ausgestattete Urlaubsorte und Campingplätze entstanden, unter denen die von Miami Platja herausragen. Mont-roig del Camp ist ein charaktervoller Ort, der auf etwa 100 m erhöht weiter im Landesinneren liegt. Hier besaß der berühmte Künstler Joan Miró (1893-1983) ein Haus, in dem er einige seiner berühmtesten Werke seiner ersten Schaffensperiode schuf, wie zum Beispiel Das Gehöft (1921-1922). Für Kunstfreunde wurde die „Miró-Route“ geschaffen, auf der man zu Fuß, zu Pferd oder auf dem Rad neun Stationen erreicht, die, wie der Strand oder die Wallfahrtskirche La Roca, als Landschaften oder Gebäude in Mirós Werk erscheinen.

Anreise

Mit dem Flugzeug: Flughafen Reus  oder Flughafen Barcelona -El Prat-

Unterkunft

Die Costa Daurada bietet ein reichhaltiges Angebot an Unterkünften. Hier werden Sie fündig.

Mittelalterlicher Burger Sommerspass Costa Daurada Vier Genies

Menschentürme

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